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Hechingen Viele Schriftsteller waren verfemt und geächtet

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Hechingen. Eine Gedenkveranstaltung zu den Bücherverbrennungen im Nationalsozialismus findet morgen, Dienstag, um 20 Uhr in der Alten Synagoge Hechingen statt.

Der Titel der Veranstaltung lautet "Verbrannte Dichter – Szenische Lesung mit Musik zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933". Mit den Bücherverbrennungen hat sich am Gymnasium Haigerloch der Kurs "Literatur und Theater" der Lehrerin Donata Miehe beschäftigt. Zwölf Schüler lesen, spielen und singen Gedichte, Prosatexte und Lieder von Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Bertolt Brecht und anderen Autoren.

Die Verbrennung der Werke von 130 Schriftstellern gehört zu den frühen barbarischen Aktionen der Nationalsozialisten. Bereits wenige Monate nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler fand dieser symbolische Akt am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz statt und wurde danach in mindestens 40 Städten wiederholt. Das damit verbundene Verbot der geächteten Literatur und ihre Entfernung aus öffentlichen Bibliotheken und Buchhandlungen haben das Leben der Autoren tiefgreifend verändert, sie in finanzielle Not, ins Exil und sogar in den Tod getrieben. Betroffen waren auch Verleger, Buchhändler und Bibliothekare.

Ein großer Teil der Schriftsteller und Wissenschaftler, deren Werke verbrannt wurden, war jüdischer Herkunft. Verfemt wurden aber auch nichtjüdische und ausländische Autoren, die der völkischen Ideologie der Nationalsozialisten nicht entsprachen. Zu den geächteten Autoren gehörten Heinrich Mann, Franz Werfel, Stefan Zweig, Erich Maria Remarque, Jacob Wassermann, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Joachim Ringelnatz, Ernest Hemingway, Jack London und Maxim Gorki.

Wiederholt wird die Szenische Lesung am Dienstag, 10. Mai, um 20 Uhr in der Synagoge Haigerloch.

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