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Hechingen Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen

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Beate Scherer bei ihren Ausführungen, die sie sehr lebendig gestaltete. Foto: Ullrich Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen. Seit 25 Jahren ist Beate Scherer Lehrerin für Pflegeberufe, im Besonderen für Validation. Letzteres ist eine Methode und Haltung im Umgang mit dementen Menschen. Die Fachfrau verfügt über einen überaus reichen Erfahrungsschatz, an dem sie die rund 20 Besucher bei ihrem Workshop im Wohnheim Graf Eitel Friedrich teilhaben ließ.

"Demente Menschen bewegen sich auf verschiedenen Bewusstseinsebenen und springen durch die Zeit", erklärte sie bestimmte Verhaltensweisen der Betroffenen, bei denen Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen. "Sie über den Verstand oder die Logik erreichen zu wollen, funktioniert nicht. Aber man kann sie über das Gefühl erreichen", erklärte sie.

Wichtig sei es, die Wahrnehmung der Betroffenen zu akzeptieren, sie ernst zu nehmen und auf sie einzugehen. "Nicht Recht haben zu wollen und den dementen Menschen in die Realität zu holen." Dadurch könne Vertrauen aufgebaut, Stress vermindert oder gar vermieden werden.

Auf Aussagen, auch wenn sie anderen unsinnig erscheinen mögen, sollte unbedingt eingegangen werden, "denn reden entlastet". Jeder Mensch, auch der demente, habe Grundbedürfnisse, sagte Beate Scherer in ihrem Vortrag. Dazu gehörten: beschäftigt zu sein, geliebt zu werden oder Liebe zu geben und die Möglichkeit, spontan Gefühle zu äußern.

Besonderer Bedeutung komme, so Beate Scherer, der Stimme und der Betonung, dem Tonfall zu. "Sie haben die Möglichkeit zwischen ›Türöffner‹ oder ›Türschließer‹", machte sie deutlich. Der Formulierung "Darf ich Ihnen…" komme nicht nur eine Höflichkeitsform zu, sondern sei vielmehr ein Ausdruck der Wertschätzung und einer möglichen Deeskalation. Dazu gehöre auch, nicht zu lange in die Augen schauen und die Abstandswahrung von einer Armlänge. Im Gespräch mit den Gästen des Workshops ging die Referentin auf zahlreiche Fragen ein und konnte damit vielen Anwesenden Rat geben und manche Problematik im Umgang mit desorientierten Menschen entschärfen.

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