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Hechingen "Trauer muss seine Zeit bekommen"

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Pfarrer Andreas Steiner (von links), Pastoralreferentin Ulrike Stoll-Dyma und Erwin Schäfer von der Pflegeberatung der Caritas gestalteten die Gedenkfeier. Foto: Ullrich Foto: Schwarzwälder Bote

Es war eine sehr bewegende Feier auf dem Friedhof Heiligkreuz, die bei einer Reihe von Anwesenden sichtbar Emotionen weckte. Gedacht wurde am Mittwoch jener Kinder, die den Schritt ins Leben nicht zu gehen vermochten, die tot geboren wurden oder nur kurz lebten.

Hechingen. Anna Hömens von der Hospiz Arbeitsgemeinschaft dankte in ihrer Begrüßung den Besuchern dafür, dass sie sich Zeit genommen hätten, sich daran zu erinnern, was mit viel Liebe und Hoffnung begonnen habe, dann doch nicht werden durfte und das unsere Leben für immer veränderte.

Als einen Rückzugsort für eine verletzte Seele bezeichnete Pastoralreferent Peter Duttweiler einen im Weidentunnel aufgehängten symbolischen Kokon. Aus ihm entwickelt sich ein Schmetterling, verdeutlichend, dass das Alte unwiederbringlich vorbei ist und gleichzeitig die Frage nach der Zukunft aufwirft.

"Trauer braucht seine Zeit und muss sie auch bekommen." Nach dem Lied "Worte, die nichts kosten" von Arne Kopfermann sprach Pfarrer Andreas Steiner vom Kokon als Schutzhülle, als Rückzugsmöglichkeit, die aber auch Gefängnis sein könne und keinen Zutritt zu uns ermögliche.

"Jedoch hat uns Gott stark gemacht, die Zeit des Rückzuges zu überleben und die Flügel des Lebens wieder ausbreiten zu können. Wenn wir uns auch manchmal wieder in den Kokon zurückziehen, so können wir doch offen sein für die Farben der Schmetterlinge und damit für die des Lebens." Nach dem Lied "He, kleiner Schmetterling", vorgetragen von Kindern des Johanneskindergartens, las Marita Tömmes von der Arbeitsgemeinschaft Hospiz die bewegende und gleichzeitig tröstliche Geschichte "Lieben ohne Angst".

Der Verlust eines Kindes sei zwar von einer immerwährenden Traurigkeit geprägt, müsse, nein, dürfe aber nicht für immer unglücklich machen. "Es bleibt die Liebe und wo Liebe ist, kann das Glück nicht verschwinden." Wer von den Besuchern wollte, konnte auf vorgefertigte Schmetterlinge aus Papier seine Wünsche, Hoffnungen und Gedanken für und über das Kind, das nicht mehr lebt, aufschreiben und dann in den Weidentunnel hängen, auch als Zeichen der Hoffnung auf die Verwandlung der eigenen Trauer. Aus der Bibel zitierte Pastoralreferentin den Text: "Alles hat seine Zeit".

Man soll nicht gegen die Trauer ankämpfen

"Auch Trauer braucht ihre Zeit", erklärte Peter Duttweiler. Dabei sei Trauer sei keine Phase, sondern ein Teil der bleibenden Liebe. So öffne sich der Weidentunnel nach einer Verengung wieder und lasse Freude und Glück zu. "Man sollte nicht gegen die Trauer ankämpfen, denn es ist ein Teil der Liebe".

Nach dem Lied "Meine engen Grenzen" und einem Vater Unser erfolgte der Segen und anschließend ließen die anwesenden Kinder ihre Luftballons steigen als Symbol, dass die Wünsche und Hoffnungen vom Himmel aufgenommen werden. Anschließend trafen sich die Besucher zu einem kleinen Imbiss und zum Gedankenaustausch bei der Aussegnungshalle.

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