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Hechingen Stadtkapelle bei Open Air in Bestform

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Das Landesjugendjazzorchester hat den zweiten Teil des Open Air-Konzerts der Stadtkapelle bestritten. Foto: Stopper

Hechingen - Solche Abende bleiben in Erinnerung. Das Open Air der Stadtkapelle vor der Villa Eugenia war eine Veranstaltung der Superlative. Tolles Wetter, viele Besucher, eine Kapelle in Bestform und dazu noch das Landesjugendjazzorchester – schöner lässt sich so ein Abend kaum verbringen.

Beim 15. Open Air der Stadtkapelle stimmte alles. Schon seit Tagen war ein Sonnenwochenende angesagt, und so entfaltete die Szenerie vor der Villa volle Pracht. Die Zollernfahne an der mit der Goldkugel gekrönten Stange auf dem Dach wiegte sich im dunkelblau werdenden Abendhimmel, davor die beleuchtete Bühne, die Bewirtungspavillions und eine mit erwartungsfrohen Gästen prall gefüllte Wiese. Die Sitzplätze waren bald besetzt, aber das Konzert ließ sich an Stehtischen oder beim Flanieren durch den abendlichen Park aus vollem Herzen genießen.

Morgens um 8 Uhr mit Aufbau begonnen

Und Michael Hegele, Vorsitzender der Stadtkapelle, strahlte mit der Abendsonne um die Wette. Morgens um 8 Uhr hatten die Mitglieder und ihre Helfer mit dem Aufbau begonnen – eine Wahnsinnsarbeit, die sich voll auszahlte. "Wenn so viele Leute kommen, dann macht uns das glücklich", sagte er in seiner Begrüßung der Gäste. Die Kapelle hatte aber auch viel dafür getan, ihre Zuhörer glücklich zu machen. Das Programm war im Pop-Stil gehalten. Titel von Michael Jackson, Bon Jovi, Stevie Wonder und Beatles – allesamt aber in sehr anspruchsvollen Arrangements, die zu einem erstaunlichen Teil von japanischen Komponisten stammten. Deren Namen korrekt auszusprechen brachte Moderator "Schlappsen" teilweise in charmant überbrückte Schwierigkeiten.

Und wie die Stücke gespielt wurden, war beeindruckend. Genaue Einsätze bis hin zu Nebenstimmen wie den dritten Klarinetten, und immer wieder sehr schöne Soli, beispielsweise von Joachim Restle auf der Piccolo-Flöte, von Manuel Steidel und Lisa Wasserkampf und bei der "Samba-Time" vom ganzen Schlagzeugregister. Und dass sich beim Disney-Filmmusikklassiker "Probiers mal mit Gemütlichkeit" eine Dixie-Formation aus dem Orchester herauszuschälen schien – das war echt gut.

Exquisites Auswahlensemble für Nachwuchsmusiker

Was könnte nach so einem ersten Programmteil noch einen draufsetzen? Beispielsweise das Landesjugendjazzorchester, ein exquisites Auswahlensemble für Nachwuchsmusiker im Alter von 15 bis 23 Jahren, dirigiert an diesem Abend von Jazzlegende Klaus Graf.

Und was da zu hören war, erzeugte bei vielen Zuhörern ungläubiges Staunen. Dass das Ensemble sein Programm aus Big-Band-Jazz hochklassig spielen würde, konnte man erwarten, aber die vielen Soli, gespielt teilweise von 15-jährigen Jungs, die vorne an der Bühne plötzlich sehr reif wirkten, klangen teilweise wie aus einer anderen musikalischen Galaxie. Originell, komplex, keineswegs vom Blatt heruntergespielte Kadenzen sondern frei improvisierte Interpretationen – Musik auf diesem Level kriegt man sonst nicht so einfach zu hören. Dass das Auswahlensemble nach Hechingen kam, ist den guten Kontakten von Samuel Restle zu verdanken, der selbst in dieser Formation gespielt hatte und an diesem Abend ebenfalls ein Solo beisteuerte.

Am Ende wirkte das Publikum dankbar erschöpft von so viel toller Musik. Schon die Pause und die Zeit vor dem Konzert war ausgiebig genutzt worden, um sich bei Bierchen, "Hugo" und belegten Wecken im Park zu unterhalten. Und auch nach dem Konzert standen noch viele eine Zeit lang zusammen, um das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen. Auch die Musiker genossen die Entspannung nach der Konzertnervosität und unterhielten sich bestens.

Am Sonntagmorgen rückten die Aktivisten dann wieder an, und bis zur Mittagszeit war auf der Wiese vor der Villa Eugenia von diesem denkwürdigen Abend nichts mehr zu sehen.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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