Foto: Schwarzwälder-Bote

Abbruch: Regierungspräsidium gibt Ausnahmegenehmigung

Der Abriss des Hechinger Hallenbadgebäudes hat begonnen. Glücksfall für die Stadt: Obwohl Fledermäuse im Gebälk gefunden wurden, musste kein Baustopp eingelegt werden. Bekanntlich werden immer wieder Bauprojekte gestoppt, wenn gefährdete Tierarten durch das Vorhaben aus ihrem Lebensbereich vertrieben werden könnten. Der Juchtenkäfer hat es in diesem Zusammenhang schon zu Berühmtheit gebracht. Im Fall der Hechinger Hallenbad-Fledermäuse macht das Regierungspräsidium allerdings eine Ausnahme. Vorangegangen war eine gründliche Abwägung der Behörde. Und da wurde festgestellt, dass es zum Abbruch eigentlich keine richtige Alternative gibt. Bei einem Baustopp hätten alle Aufträge neu vergeben werden müssen, der Zeitplan wäre völlig durcheinander geraten. Außerdem scheint es auch für die Tiere Alternativen zu geben. Der Stadt wurde jedenfalls zur Auflage gemacht, die Fledermäuse umzusiedeln. Auch Jungvögel, deren Nester sich im Hallenbad-Gebälk finden, müssen irgendwie an anderer Stelle wieder angesiedelt werden. Das Regierungspräsidium hat angekündigt, dass es überprüfen will, ob die Stadt Hechingen auch wirklich sorgfältig mit den Tieren umgeht.

 

Text: Stopper; Fotos: Fahrner, Gerber/pixelio