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Hechingen So kompliziert ist die Rathaus-Arbeit

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Wer Kommunalpolitik für einfach hält und Rathausmitarbeiter sowie Bürgermeister für Leute mit wenig Arbeit, der sollte mal beim jährlichen Ortsrundgang mitlaufen. Die Vielfalt an Projekten und die Tücke, die hier oft im Objekt liegt, beeindrucken.

Rangendingen. Bestes Beispiel war in diesem Jahr natürlich das ehemalige Gasthaus Adler. Das kann man nur noch abreißen ist der erste Gedanke, wenn man das Gebäude sieht. Aber Bürgermeister Johann Widmaier schüttelt den Kopf. Und man erfährt, dass das Haus besonders unter Denkmalschutz steht und mit über 400 Jahren vielleicht das älterste Haus im ganzen Ort ist. Also was tun? Die Gemeinde suche einen Investor, der das Haus saniert und Wohnungen einbaut. Dann folgt noch eine Erklärung über das Steuerrecht, wieso sich das für Private rentiert, für die Gemeinde nicht. Dann einmal bitte umdrehen, denn da stehen die Scheunen, die jetzt auch der Gemeinde gehören. Die sollen abgerissen werden um Platz für ein Gebäude zu schaffen, das über 30 Plätze für die Seniorenpflege bieten könnte. Mit der KbF als Träger wurde schon geredet. Und so geht es weiter. Am Ende die Erkenntnis: Man muss ganz schön viele Aspekte gleichzeitig im Auge haben, um aus so einem Projekt was machen zu können.

Für die Gemeinderäte beim Ortsrundgang war das – im Gegensatz zu den Privatpersonen – natürlich überwiegend nichts neues. Alles, was an dem Tag abgelaufen oder abgefahren wurde, kennen sie als Thema aus Sitzungen. Wieso die Schulturnhalle nur mit Zuschüssen saniert werden kann, wieso für den neuen Sportraum, der da mal auf der ehemaligen Empore entstehen soll, eine separate Treppe geschaffen werden muss, was in den Duschen unten fehlt (die "Trennung von Männlein und Weiblein", wie das Widmaier ausdrückte, nur als Beispiel). Projekte, die mal in die konkrete Phase gehen werden, wenn Zuschussbescheide vorliegen. "Wenn wir die nicht kriegen, müssten wir das alles abspecken", so Widmaier.

Besichtigt wurden auf der Tour auch Vorhaben, die bereits abgeschlossen sind. Die neuen Türen in der Leichenhalle beispielsweise. Das sieht jetzt angemessen aus, früher wurden die einzelnen Räume durch Rolltore abgeschlossen, wie man sie an Garagen findet. Für einen Platz, an dem man zum letzten Mal einen Angehörigen sehen kann, ist die Situation jetzt besser. Ein Projekt, das derzeit in vollem Gange ist, ist die Sanierung der Festhalle. Wirkt festlicher und heller als früher, waren die meisten überzeugt.

Kindergarten, Stadion, Baugebiet Au, Funpark, Kläranlage, Vorhaben in Bietenhausen und in Höfendorf, Wasserleitungsarbeiten in der Eichendorfstraße – zu allem gab es kurze Erläuterungen, was hier zu beachten war und ist, wie die Projekte fortgeführt werden. Wer abends dann heimging, hatte wirklich was gelernt über die Komplexität Arbeit, die Gemeinderat und Rathauspersonal leisten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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