Die Schwanen-Kreuzung soll ein neues Gesicht bekommen. Foto: Stopper

Erstes Gebäude des Fürstin-Eugenie-Domizils im Rohbau fertig. Einer der belebtesten Plätze in der Stadt.

Hechingen - Ein völlig neues Gesicht erhält derzeit eines der belebtesten Hechinger Stadtviertel. Das Gebäude des künftigen Fürstin-Eugenie-Domizils an der Kreuzung von Sigmaringer und Gammertinger Straße nimmt Gestalt an.

Auch wenn es vielen Hechingern nicht bewusst sein mag, hier ist einer der belebtesten Plätze in der Stadt. Schwanenkino, Bäcker, Einmündung zur Herrenackerstraße, Post, Sparkasse, Apotheke, mehrere Restaurants – und mit der St. Luzen-Kirche gibt es hier auch eine historische Sehenswürdigkeit ersten Ranges um die Ecke. Nicht zu vergessen die neu renovierte Stadtvilla am Eingang zum Luzenweg – einer der Hingucker an diesem Platz.

Die neuen Gebäude, die hier in direkter Nachbarschaft emporwachsen, geben der Kreuzung noch mehr städtisches Gepräge, auch wenn einige noch dem ehemaligen Eugenienstift nachtrauern mögen. Bei einem Neubau ist der Rohbau fertig, für zwei weitere ist der Keller fertig, so dass auch hier nach den Handwerkerferien bald Mauern in die Höhe wachsen werden, und für ein weiteres Haus, das an der Spitze des Geländes stehen wird, ist inzwischen die Baugrube ausgehoben.

Es ist hochwertiger Wohnraum. Die Penthäuser sind sogar luxuriös. Tiefgarage und Aufzug sind selbstverständlicher Standard. Anfangs hatten manche in der Stadt Zweifel, ob die Immobilien direkt an der Straße genug Interessenten finden werden. Der Traum vom Häusle im Grünen aber scheint für viele gar nicht mehr so attraktiv zu sein. Die Volksbank, die den Vertrieb übernommen hat, ist zufrieden mit der Nachfrage. 27 Wohnungen sind verkauft, regelmäßig melden sich neue potenzielle Kunden.

Die Räume sind so konzipiert, dass auch ältere Bewohner hier lange wohnen bleiben können. Barrierefrei, einfach zugängliche Bäder. Unter den Käufern sind einige Hechinger, die ihre Eigenheime am Stadtrand verkauft haben, und wieder mehr im Zentrum leben wollen. Einige Ex-Hechinger, die wieder in ihre Heimatstadt ziehen wollen, sollen auch dabei sein. Auch Familien haben sich gemeldet. Einige Käufer werden die Wohnungen auch einfach vermieten.

Der Hechinger Vorteil: Durch den günstigen Baugrund kann hier Wohnraum noch zu solchen Preisen gebaut werden, dass ein Investor über die Miete wenigstens etwas Rendite erzielen kann. Im Tübinger Raum ist das kaum noch möglich, auch Balingen liegt bei Grundstückspreisen deutlich über dem Hechinger Niveau.

Was den Standort an der Sigmaringer Straße auch für Pendler interessant macht: Der Bahnhof ist zu Fuß erreichen. Die Bundesstraße ist ebenfalls nahe. Damit dürfte es auch nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen wird: Der Hechinger Betriebshof zieht weg, und auch auf diesem Grundstück sollen Wohnungen entstehen.