Für die Realschüler Realschul-Abschlussklasse hat sich der Unterricht stark verändert. Viel findet nachmittags statt. Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Bildung: Für die Zehntklässler der Realschule beginnen nächste Woche die Prüfungen

Corona hin oder her: Dem Abschlussjahrgang der Hechinger Realschule steht schon bald die erste Prüfung bevor. Vieles läuft für die diesjährigen Zehntklässler allerdings anders als bei ihren Vorgängern.

Hechingen. Wegen der Corona-Pandemie gibt es vor allem für die Abschlussklassen viele Veränderungen. Wie auch alle andern Schülerinnen und Schüler der Unter- und Oberstufe bekommen auch die Abschlussklassen Online-Unterricht über die Videokonferenz-App Teams.

Bei den Zehntklässlern läuft hierbei alles strikt nach Stundenplan. Der Unterricht und der gesamte Schulablauf wird genauso eingehalten wie in Vor-Coronazeiten, nur dass die Schülerinnen und Schüler eben zuhause vor dem PC sitzen anstatt im Klassenzimmer. Und für die Hauptfächer kommen die Schüler in die Schule zum Präsenz-Unterricht, immer nachmittags an vier Tagen in der Woche.

Der Freitagnachmittag bleibt im Kalender frei für die Klassenarbeiten, die hier in allen Fächern geschrieben werden. Auch dazu kommen die Schüler in die Schule.

Die Klassen sind wie auch im vergangenen Jahr im Präsenzunterricht in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Klasse hat ihr fest zugeteiltes Klassenzimmer, das exklusiv nur von dieser Klasse benutzt wird. Für die Schüler selber ist das alles zwar eine große Umstellung, allerdings eine, an die sie sich inzwischen gewöhnt haben. Obwohl die wöchentliche Stundenanzahl zwar geringer ist als früher, fühlt es sich für viele so an, als hätte der Unterrichtsumfang zugenommen. Das liegt wohl am Nachmittagsunterricht.

Auf der anderen Seite finden viele Schüler, das sie auch viel Zeit sparen. Die große Pause können sie nun am Handy verbringen. Somit hat der Online-Unterricht auch seine Vorzüge.

Mehr Zeit: Verlängerung bei Mathe und Deutsch um 30 Minuten

Nicht nur der Unterricht, auch die Prüfungsbestimmungen sind dieses Jahr anders als in den Vorjahren. Das Kultusministerium hat entschieden, dass die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussprüfungen der Fächer Mathematik und Deutsch (240 Minuten) eine 30-minütige Verlängerung bekommen, in Englisch und dem Wahlpflichtfach (180 Minuten) eine 15-minütige Verlängerung.

Die Schüler dürfen entscheiden, ob sie anstelle des Haupttermins für alle schriftlichen Prüfungen einheitlich den ersten Nachtermin zwei Wochen später nehmen. Erst- und Zweit-Korrekturen und mündliche Prüfungen werden durch Lehrkräfte der eigenen Schule durchgeführt. Die Mindestzahl der schriftlichen Leistungsnachweise kann in allen Fächern um eine Klassenarbeit unterschritten werden.

Startschuss für die mündlichen Prüfungen war bereits am Montag. Da hatten die Zehntklässler ihre erste Prüfung, nämlich die Kommunikationsprüfung in Englisch. Die Prüfungswoche von früher fünf Tagen wurde um zwei Tage verlängert. Die schriftlichen Abschlussprüfungen finden dann dieses Jahr erst Mitte Juni statt.

Dass die lang herbeigesehnte Abschlussfahrt nicht stattfinden kann, damit haben sich die Schüler schon abgefunden. Aber derzeit hoffen sie noch, dass wenigstens die alljährliche Motto-Woche für die Abschlussklassen sowie eine Abschlussfeier stattfinden kann.

Und vielleicht ist es für sie auch nicht die letzte Schulabschluss-Feier, denn viele Realschüler haben das Ziel, auf eine weiterführende Schule zu wechseln. Und sie hoffen, wenigstens dort wieder normalen Schulalltag zu erleben.

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