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Hechingen Obertorplatz: Kommen H&M, Müller und Lidl?

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Das HZ-Gebäude am Obertorplatz soll abgerissen werden, so sieht es der Bebauungsplan vor, für den gestern im Gemeinderat der Startschuss gegeben wurde. Foto: Stopper

Hechingen - H&M, Müller, Lidl – die Vision einer Ansiedlung solcher Handelsgeschäfte verfolgen Bürgermeisterin und Gemeinderat unbeirrt weiter. Am Donnerstag wurde das Bebauungsplanverfahren für die Kaufhausprojekte begonnen.

Die Baupläne für die Tiefgarage sind so gut wie genehmigt, in der Gemeinderatssitzung gestern wurde das Stuttgarter Büro Kappes mit der Bauleitung beauftragt. Jetzt gehe es an den "zweiten Baustein" des Projekts, das 2012 mit der Bürgerwerkstatt begonnen worden sei: "Die Stärkung der Innenstadt durch Geschäfte für den täglichen Bedarf", erklärte Stadtbaumeisterin Helga Monauni. Das umfasse die Ansiedlung von Geschäften aus dem Bereich Lebensmittel, Textil, Drogerie.

Und dieser zweite Schritt beginnt mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet, das vom derzeit noch von der HZ genutzten Gebäude am Obertorplatz bis zum Firstparkplatz reicht. Seit die einst selbstständige HZ vor Jahren zur Filiale eines Ulmer Verlags geschrumpft ist, braucht sie wohl das große Gebäude nicht mehr. Es soll abgerissen werden für ein großes, mehrstöckiges Haus, in dessen Hauptetage ein Textilgeschäft einziehen soll. Gerüchteweise ist hier immer wieder von H&M die Rede. Die HZ solle dafür "umgesiedelt" werden, steht in der Sitzungsvorlage.

Auf dem Firstparkplatz würde ein Lebensmitteldiscounter gebaut, ein weiteres Geschäftsgebäude an der First­straße würde durch eine Brücke an das Obertorplatz-Gebäude angeschlossen. Der Bebauungsplan, der im Januar ausgelegt wird, dürfte frühestens in einem Jahr abgeschlossen sein.

Interessant könnte es im Frühjahr werden. Denn dann müsste zur Fortentwicklung des Bebauungsplans auch eine "Konkretisierung" dessen vorliegen, was die Investoren hier planen, erläuterte Fachbereichsleiter Bernd Lübbe. Sprich: Die lange versprochene und immer wieder verschobene Aussage, welche Geschäfte genau sich denn nun in der Oberstadt ansiedeln wollen, könnte bis dann getroffen werden.

Die Stadt sieht jedenfalls im Beginn des Bebauungsplanverfahrens "ein Signal an die Investoren", so Bernd Lübbe. Und dieses Signal sagt aus: Die Stadt macht ihre Hausaufgaben, schafft die Voraussetzungen für den Abriss alter und den Neubau neuer Gebäude am Obertorplatz und auf dem Firstparkplatz. Nun müssen die Investoren sich erklären, ob sie denn auch bauen wollen.

Und da wird es wohl auch darum gehen, was gebaut werden soll. Almut Petersen erklärte für die Bunte Liste, man wünsche sich eine Wohnbebauung auf dem zu bauenden Lebensmittelmarkt am First. Bürgermeisterin Dorothea Bachmann gab zu bedenken, dass nicht die Stadt baut, sondern dass ein Investor von so einem Projekt überzeugt werden muss. Sonst baut er einfach gar nichts.

Das wäre schlimm, stellte SPD-Rätin Margret Simoneit fest, denn "die Oberstadt braucht ganz dringend einen Lebensmittelmarkt." Freie-Wähler-Chef Werner Beck betonte, dass im Lauf der Planungsverfahrens sicher noch "interessante Aspekte eingebracht" werden.

Am Ende stimmte Lutz Beck gegen die Aufstellung des Bebauungsplans, Regina Heneka enthielt sich, alle anderen Räte stimmten dafür.

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