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Hechingen Obertorplatz: Entscheidung im November

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Tiefgarage unter dem Obertorplatz, Ja oder Nein? Die Frage soll jetzt am 9. November entschieden werden. Foto: Stopper

Hechingen - Kommt die Tiefgarage oder nicht? In der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag war dazu alles mögliche zu hören. Wie die Mehrheitsverhältnisse sein werden, blieb offen. Aber der Bürgermeister glaubt an einen baldigen Baubeginn, mit oder ohne Tiefgarage.

Das eigentliche Thema der Sitzung war eine vom Stadtbauamt vorgelegte Liste, in der die Parkplätze in der Stadt aufgelistet sind. Grundaussage: Es gibt in der Oberstadt eigentlich immer irgendwo freie Parkplätze. Die psychologische Frage, ob jemand wirklich am Neuen Schloss parkt, um auf dem Obertorplatz Medikamente zu kaufen, blieb natürlich unbeantwortet. Gesprochen wurde aber darüber.

Und so blieb Zuhörern nur der Versuch, Tendenzen aus der Debatte herauszuhören. So machten sich Margret Simoneitl (SPD) und Manfred König (CDU) zu Fürsprechern der Firststraßen-Anwohner. Die Straße sei zu schmal, um den geplanten Parkverkehr bei einer dortigen Tiefgarage aufzunehmen, meinte sie. Also Obertorplatz-Tiefgarage, die diesen Verkehr verhindern würde?

Manfred König erwies sich eher mit "kleiner Präferenz" als Tiefgaragenbefürworter. Jürgen Fischer (SPD) ist nach wie vor felsenfest von der Tiefgarage überzeugt, denn "dazu gibt es im Grunde keine Alternative". Margret Simoneit sprach sich gegen die Tiefgarage aus, weil dann unter anderem keine großen Bäume auf dem Platz gepflanzt werden könnten. Das sah auch Almut Petersen so (Bunte Liste), und sie verwies auf die Parkhaus-Alternativen auf dem Firstgelände, die die Stadt weniger kosten würden.

Was die Freien Wähler zu dem Thema denken, blieb an diesem Abend offen. Man habe die Unterlagen zu kurzfristig erhalten, um sich abstimmen zu können, erklärte Fraktionschef Werner Beck, ging aber kritisch auf einen vom Büro Senner frisch entworfenen Plan zur Obertorplatzgestaltung ein, der dort oberirdisch etliche Parkplätze vorsieht.

Entscheidung zum Obertorplatz soll am 9. November fallen

Ob den die Stadtverwaltung die Unterlagen so hinfrisiert habe, dass eine Stimmung für einen Verzicht auf die Tiefgarage bei gleichzeitiger Beibehaltung von über 30 Parkplätzen oberirdisch entstehen soll, fragte er provokant.

Keineswegs, beruhigte Bürgermeister Philipp Hahn. Die entscheidende Sitzung über die Tiefgaragenpläne finde erst 9. November statt. "Ich weiß noch nicht, was ich ihnen empfehlen soll", sagte er offen, kündigte aber auch an, er werde nächste Woche die Entscheidung treffen, welchen Vorschlag die Verwaltung machen werde. Und dieser Vorschlag wird wohl bereits vor der Gemeinderatssitzung öffentlich gemacht, damit sich eine öffentliche Debatte damit auseinandersetzen kann.

Das könnte durchaus auch ein Vorschlag für die Tiefgarage sein, war da rauszuhören, immerhin hatte Stadtbaumeisterin Helga Monauni in der Sitzungsunterlage mehrere Argumente aufgelistet, die für diese Lösung sprechen könnten. Zentrale Lage, kurze Wege zu den Geschäften, die Stadt hat das Projekt selbst in den Händen, und einiges mehr. Nachteil allerdings: Zwei Jahre Großbaustelle mit allen negativen Folgen.

Aber es geht ohnehin nicht nur um die Tiefgarage, denn Räte wie Rolf Ege (Freie Wähler) werfen den Blick bereits auf die Platzgestaltung. "Keine Parkplätze oben drauf", so Eges klare Forderung. Dem stimmte, wenn auch milder formuliert, Manfred König zu, und auch Jürgen Fischer (SPD) hieb in diese Kerbe: "Der Obertorplatz soll blechfrei sein", formulierte er griffig. Dann ging es wieder um die Frage, auf welcher Seite künftig die Straße über den Platz führen soll. Am Herrengässle, forderte Rolf Ege und räumte ein, dass er damit einen jahrzehntealten SPD-Plan aufgreift.

Platzgestaltungsdiskussion erst nach Tiefgaragenentscheidung

An dieser Stelle bremste Bürgermeister Philipp Hahn die Diskussion ein wenig. "Vor der Diskussion über die Platzgestaltung müssen wir erst mal wissen, ob wir die Tiefgarage bauen", hielt er fest. Ohne Tiefgarage stelle sich diese Frage natürlich sehr bald. Würde man die Tiefgarage aber bauen, "haben wir wegen der Bauphase zwei Jahre Zeit, das in aller Ruhe zu diskutieren."

Eine halbwegs zuverlässige Antwort auf diese Frage, wie die Gemeinderatsmehrheit hier aussieht, ließ der Diskussionsverlauf am Donnerstag allerdings nicht zu. Aber nachdem Stefan Löffler (Freie Wähler) in düstersten Farben seine Befürchtung schilderte, dass sich in der Hechinger Oberstadt in aller Ewigkeit nie etwas bewegen wird, legte sich Bürgermeister Philipp Hahn dann doch zumindest in einem Punkt fest: "Ich bin sicher, dass wir vor Mai nächsten Jahres anfangen." Mit was genau, blieb an diesem Abend aber offen.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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