Die Fläche wird sich laut der Hechinger Nabu-Gruppe schnell wieder begrünen. Foto: Nabu Foto: Schwarzwälder Bote

Nabu: Hohe Kosten für Erhalt des Amphibien-Biotops

Hechingen. Dichter Bewuchs und damit einhergehender starker Laubeintrag hatte über die Jahre in den beiden Amphibienteichen unterhalb des Hausener Hofs zu einer dicken Schlammschicht und zunehmenden Verlandung geführt. Die Hechinger Nabu-Gruppe, die dort jährlich Amphibien-Schutzmaßnahmen durchführt und dabei diese negative Entwicklung beobachtet, hatte sich daher entschlossen, eine Sanierung des Biotops in die Wege zu leiten.

Nachdem im vergangenen Winter durch den Forstbetrieb der Stadt massiv Gehölz entnommen worden war, hat nun mit Einverständnis des Grundstücks­eigentümers und finanzieller Förderung durch das Landratsamt die Firma Zanger mit umfangreichen Baggerarbeiten den Schlamm herausgeholt.

Die Fläche, die momentan eher wie ein Schlachtfeld wirkt, werde sich – so der Nabu – im kommenden Frühjahr schnell wieder begrünen. Das aufwachsende Gehölz soll jedoch klein gehalten werden, um insbesondere den Laubeintrag zu reduzieren, zudem sei ein stärkerer Lichteinfall beispielsweise für den Laubfrosch wichtig.

Die Entwicklung des Gesamtbiotops wird mit einer begleitenden Aufnahme des Arteninventars beobachtet, um eventuell ergänzende Maßnahmen ergreifen zu können, erklärt Hans-Martin Weisshap, der zusammen mit Eckhart Rommel und Wolfgang Fuchs das Unternehmen plante und koordiniert. Für die Hechinger Nabu-Gruppe ist dies die seit vielen Jahren mit Abstand kostenintensivste Naturschutzaktion.