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Hechingen Nächstenliebe aus der Tüte

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Die gepackten Tüten mit Lebensmitteln werden nun an die Kunden ausgeliefert – möglichst kontaktlos, um die Virus-Ausbreitung zu unterbinden. Foto: Caritas Foto: Schwarzwälder Bote

Aufgrund der Pandemie musste der Tafelladen in Hechingen schließen – zu hoch war die Ansteckungsgefahr. Jetzt werden die Lebensmittel in Tüten verteilt.

Hechingen. Der Caritasverband für das Dekanat Zollern musste wegen Corona den Tafelladen in Hechingen und seine Ausgabestelle in Burladingen schließen. Die ehrenamtlichen Helfer, aufgrund ihres Alters alle der Risikogruppe zuzuordnen, sollen nicht gefährdet werden.

Doch die Tafelkunden brauchen gerade in dieser Zeit Unterstützung. Mehr als 250 Tafelkarten vom Caritasverband sind im Umlauf. Einkommensschwache Menschen können diese beantragen. Sie erhielten dafür bislang Lebensmittel für vier Euro pro Person, höchstens jedoch 16 Euro pro Familie. Dieses System muss nun vorübergehend beendet werden.

Caritas-Mitarbeiter sowie Geschäftsführer Elmar Schubert entschieden, dass trotz Corona Menschen in Not weiter geholfen werden soll. Die Lebensmittel müssen nun auf anderem Wege zu den Bedürftigen kommen. Die Idee der "Nächstenliebe aus der Tüte" war geboren. Es wurde viel telefoniert, und so fanden sich Unternehmen, die Lebensmittelspenden zur Verfügung stellen. Der Geflügelhof Fecker aus Bisingen spendete 300 Eier, die Topas GmbH aus Mössingen steuerte vegane Lebensmittel bei, die Metro Gomaringen spendete Lebensmitteln. Auch die Firma Tress aus Münsingen beteiligte sich. Die Taschen, in denen die Lebensmittel verteilt werden, kommen von ASKO aus Burladingen. Eine private Spenderin steuerte 500 Euro bei. Die Foodsharer übernehmen aktuell die Anfahrt der Lebensmittelmärkte Aldi, Lidl und Kaufland und nehmen Lebensmittelspenden entgegen, welche dann mit jungen Ehrenamtlichen, die sich angeboten haben, in dieser Krise Hilfe anzubieten, im Tafelladen gepackt werden. Die Helfer tragen Schutzmasken, die von einer Hobbynäherin gefertigt wurden.

Um Kontakte zu vermeiden, werden die Lebensmitteltüten von der Firma EJL ausgefahren und vor der Haustür abgestellt. Beliefert wurden am ersten Donnerstag 44 Haushalte. Tendenz steigend. Auch enthalten in der Lebensmitteltüte ist eine Geschichte. Diese soll den Empfänger d Mut machen in diesen Krisen-Tagen.

Wer donnerstags eine mit Lebensmitteln gefüllte Tasche vom Tafelladen benötigt, muss dies beim Caritasverband unter Telefon 0 74 71/9 33 20 jede Woche neu anmelden. So wissen die Koordinatoren, wie viele Fahrer und Lebensmittel benötigt werden. Eine Prüfung der Einkommenssituation behält sich der Caritasverband vor.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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