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Hechingen Müller: "Golf ist ein Familiensport"

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Hansi Müller (Vierter von links) schaute zusammen mit Klaus Sattler (Fünfter von rechts) drei Tage vor dem Tag der offenen Tür beim Golfclub Hechingen-Hohenzollern um Präsident Berthold Binder (Fünfter von links) vorbei. Auf dem Foto sind weitere Mitglieder und Hans Michelberger (rechts) vom Golfclub Sigmaringen zu sehen.Foto: Renner Foto: Schwarzwälder Bote

Von Jürgen Renner

Am Sonntag ist beim Golfclub Hechingen-Hohenzollern Tag der offenen Tür. Davor schaute mit dem ehemaligen VfB-Stürmer Hansi Müller ein Prominenter vorbei, der seit drei Jahren auf sein Handicap anstatt die Torschützenliste schaut.

Hechingen. Zunächst begrüßte Berthold Binder, Präsident des Golfclubs, neben Müller auch Klaus Sattler aus Leinfelden-Echterdingen, früherer Sprecher von TotoLotto in Baden-Württemberg. Sattler ist Gründer von Bogeys, einer Zusammenkunft von hauptsächlich ehemaligen Fußballprofis, die sich inzwischen dem Golfsport verschrieben haben. "Für uns ist der soziale Aspekt wichtig, wir spielen für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen", betonte Sattler. Für Hansi Müller sei das eine gute Geschichte, "früher war bei ihm der Ball größer, aber er ist nach wie vor rund". Müller konterte prompt: "Das erinnert mich an früher, da war ich oft am Ball." Müller witzelte darauf in Richtung des ehemaligen Stürmers, der auch in Österreich und Italien damals gespielt hatte: "Früher warst du nach 90 Minuten nassgeschwitzt, heute nach fünfeinhalb Stunden."

Der Flachs blühte also, Müller legte auch später nach. "Auf einer Veranstaltung hat mal einer zu mir gesagt, er hat einen Rommel gespielt. Von Bunker zu Bunker", sorgte Müller für Gelächter bei den Golfclub-Mitgliedern. Der 63-Jährige ist fasziniert vom Golf, weil man im Alter noch besser werden könne. Als ehemalige VfB-Größen wie Buffy Ettmayer, Bernd Martin und oder Erwin Hadewicz vor einigen Jahren über Handicaps sinnierten, stand Müller noch kopfschüttelnd daneben. "Ich habe die nicht für voll genommen und dachte, die sind nicht ganz sauber." Weil man den sportlichen Ehrgeiz nicht so einfach aus den Kleidern schüttelt, will Müller seine Leistung kontinuierlich verbessern, aber der Spaß steht natürlich im Vordergrund. "Ich mag nicht, wenn die Spieler grantig und verbissen sind. Wenn ich einen Golfplatz sehe, dann lacht bei mir das Herz. Jedes Turnier ist wie eine Art Klassentreffen. Ich hätte nicht gedacht, dass das bei mir innerhalb von drei Jahren so Fahrt aufnimmt, weshalb ich inzwischen schon Terminprobleme habe." Der "Stress" äußerte sich bei einem Turnier im spanischen Marbella mit TV-Moderator Jörg Wontorra, als ihn der ehemalige Dortmunder Angreifer Norbert Dickel darauf hinwies, dass er noch das Shirt von einer vergangenen Veranstaltung trage.

Für Müller ist Golf die ideale Familiensport, denn auch seine Frau Elke (49) und sein Sohn Sandro (10) wurden von diesem Virus, das ausnahmsweise nicht Corona heißt, infiziert. Aufgrund des sehr geringen Verletzungsrisikos könne er, der einige kleine Wehwehchen hat, Golf nur weiterempfehlen. "Ich spiele 18-Loch ohne Probleme."

Dem VfB empfiehlt er, noch einen Angreifer zu verpflichten

Und der Fußball? Natürlich hält Müller Kontakt zu vielen ehemaligen Mitspielern und verfolgt natürlich das Geschehen seines Herzensvereins VfB Stuttgart. Einen Monat vor dem Start der Fußball-Bundesliga rät er den Bossen aus Bad Cannstatt, im Angriff nach dem Karriereende von Mario Gomez noch nachzulegen. "Ich glaube, dass der VfB im Angriff unbedingt noch etwas zu tun muss. Es muss eine Steigerung her, um den Klassenerhalt zu schaffen", lautet seine Expertise. Gerne hätte er den Ex-Bremer Max Kruse im Brustring-Trikot gesehen, doch der ehemalige Nationalspieler wechselte zu Union Berlin. "So eine Führungsfigur hätte ich mir gewünscht." Und natürlich verfolgt er auch den großen FC Bayern München und analysierte. "Man sieht, wie verwundbar die Bayern sind", sagte er und dachte an die zwei vergebenen Chancen von Olympique Lyon am Mittwoch im Champions-League-Halbfinale.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann auf den Golfcourt, danach wurde noch gefachsimpelt, ehe Müller nach dem Abendessen die Heimreise antrat.

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