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Hechingen Menschen müssen endlich Verantwortung übernehmen

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Gert Rominger (rechts; daneben der Erste Beigeordnete der Stadt, Philipp Hahn) spricht zur Eröffnung der NABU-Ausstellung im Foyer des Hechinger Rathauses. Auch Landrat Günther-Martin Pauli war zugegen (links neben Almut Petersen). Foto: Dick Foto: Schwarzwälder-Bote

Hechingen. Viel Stoff zum Grübeln: Mit Kritik am permanenten Wirtschaftswachstum und der daraus resultierenden Ausbeutung der Natur wurde am Freitagabend die neue Jahresausstellung der Hechinger NABU-Gruppe im Foyer des Hechinger Rathauses eröffnet. Thema der Ausstellung: "Nachhaltiger Konsum".

"Seit 30 Jahren nehmen wir der Erde mehr weg, als sie uns geben kann", sagte Bunte-Liste-Stadträtin Almut Petersen bei ihrer Rede zur Einführung in die Ausstellung. Jährlich verschwinde von der Erde eine fruchtbare Fläche von der Größe der Schweiz. "Wovon werden die Menschen von morgen leben?", fragte sie deshalb.

Peterson spannte den Bogen vom Konsumverhalten der westlichen Welt, über Umweltkatastrophen und die Antworten, die die westliche Welt auf diese Katastrophen wie Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürre habe.

"Die Ausstellung nimmt uns in die Verantwortung, nachhaltig zu konsumieren", so Petersen. Sie erklärte die Bedeutung von Nachhaltigkeit und appellierte an die Menschen, zu teilen. Das so genannte Car-Sharing sei schon ein Anfang. Das Wirtschaftssystem müsse aber insgesamt umgebaut werden, man müsse weg von der Konsumwirtschaft. "Nachhaltiger Konsum muss Standard sein, nicht die Ausnahme."

Auch Philipp Hahn, Erster Beigeordneter der Stadt Hechingen, lobte das Engagement des NABU in Hechingen, der die Bevölkerung und die Stadtverwaltung immer wieder auf ökologische Aspekte hinweise.

Gert Rominger, Vorsitzender der Ortsgruppe, empfahl der Stadtverwaltung augenzwinkernd, ihre Kunden doch einfach etwas warten zu lassen, damit diese genug Zeit hätten, sich die Ausstellung im Rathaus anzusehen. Die Besucher im voll besetzten Foyer, darunter auch Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung – lachten herzlich und applaudierten.

Rominger appellierte auch an die Politik, die zunächst die Rahmenbedingungen schaffen müsse, damit die Menschen nachhaltiger konsumieren könnten: "Der Konsument braucht mehr Möglichkeiten, seinen Lebensstil zu ändern."

Und was gibt es in der Jahresausstellung nun zu sehen? In Foyer und Treppenhaus sind zahlreiche Stationen – Bilderplatten – angebracht, die sich zum Beispiel mit "Bewusstem Essen" und mit ökologischer Landwirtschaft beschäftigen. Ein Bild mit überquellendem öffentlichen Mülleimer – zu sehen sind Papp-Kaffeebecher und Ähnliches – zeige die traurige Realität, wie Petersen beschrieb. Für die Zeit der Ausstellung wird übrigens auch eine Sammelbox für alte Mobiltelefone aufgestellt.

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