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Hechingen Lehrermangel: Grundschul-Klassen werden aufgelöst

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An der Zollerschule soll eine Klasse geschlossen werden, die Kinder gehen nach den Fasnetferien in neue Klassen, denen sich noch zugeteilt werden. Die Eltern und Schüler wurden darüber kurzfristig informiert. Foto: Stopper

Hechingen - An der Hechinger Grundschule sollen zwei Klassen geschlossen werden. Das erfuhren Eltern nun aus einem Klassenbrief, den ihre Kinder mit nach Hause brachten. Nach den Fasnetferien geht es in die neuen Klassen.

Ein zutiefst geschocktes Elternpaar informierte am Dienstagmittag unsere Zeitung. Ihr Sohn geht in der Zollerschule in die 3e. Die Schule ist der Schloßberg-Grundschule angegliedert. Auch dort wird wohl eine Klasse geschlossen, die 2c. Für die Kinder heißt das: Eingewöhnen in einen völlig neuen Klassenverband.

Schließung völlig unerwartet

Was die Eltern besonders schockt: Die Schließung kommt völlig unerwartet, wird in kürzester Zeit durchgezogen und gut informiert fühlen sich die Eltern kein bisschen. "Mein Sohn ist völlig deprimiert, die ganze Klasse heult, morgen sollen sie eine Mathearbeit schreiben", berichtete er. In welche Klasse er sein Sohn den Fasnetferien kommt, stehe noch nicht fest. Die Schüler dürfen bis Freitag angeben, mit welchen zwei, drei Freunden sie in die neue Klasse wollen. Das wird dann wohl berücksichtigt, so weit das möglich ist. Dann werden die Kinder auf andere Klassen verteilt.

Ursache für diese drastische Maßnahme: Akuter Mangel an Grundschullehrern. Dass auch die Hechinger Grundschule am Schloßberg zu wenig Pädagogen hat, war bekannt. Aber jetzt hat das Schulamt wohl noch zwei Kollegen von dort an andere Schulen abkommandiert, an denen der Mangel schlimmer sein soll. Danach musste Hechingens Grundschulrektorin Alexandra Gruler-Back wohl die Reißleine zu ziehen. Die 3 e der Zollerschule hat 15 Kinder, andere dritte Klassen haben noch etwas Platz, bis die Maximalzahl erfüllt ist, also werden die Kinder einfach umgesetzt. Das wird auch für die 2c so gelten. Ein drastischer Schritt.

Kopfschütteln über Informationspolitik der Schule

"Also ob man solche Planungen nicht schon am Schuljahresbeginn machen könnte", schimpft der Vater. Bis sein Sohn sich im neuen Klassenverband eingefunden habe, werde es dauern. Und das mitten im Schuljahr. Für den Lernerfolg sei das sicher nicht förderlich.

Kopfschütteln ruft auch die Informationspolitik der Schulverwaltung hervor. In dürftigen Zeilen wurden die Eltern in einem vom Montag datieren Brief darüber informiert, dass am Donnerstag um 19 Uhr in der Mensa am Schloßberg eine Informationsveranstaltung für die Eltern angeboten wird. Gernot Schultheiß, der Leiter des staatlichen Schulamts in Albstadt, wird dort informieren und Fragen beantworten. Vorher war von den zuständigen Stellen nichts zu diesem Vorgang zu erfahren.

Ob sich an der Klassenauflösung noch was ändern lässt? Dem Vernehmen nach denken Eltern darüber über rechtliche Schritte nach. Entschieden ist hier noch nichts.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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