Im Rathaus wurde für den Ernstfall geübt. Foto: Jauch Foto: Schwarzwälder Bote

Gesundheit: Defibrillator im Rathaus installiert

Hechingen. "Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit und an jedem Ort": Deutliche Worte von Notärztin Simone Vees, die in der vergangenen Woche gemeinsam mit Bereitschaftsleiter Tobias Kopf vom DRK Hechingen die Mitarbeiter des Rathauses in die Benutzung des neu im Erdgeschoss installierten Defibrillators einwies.

Der "AED", also ein "automatischer externer Defibrillator" ist sicher und selbsterklärend. Man kann also nichts falsch machen. Wichtig ist vor allem eins: schnell sein. Das Szenario: es bricht ein Mensch zusammen. Dann gilt die Dreischrittregel: Prüfen (Bewusstsein, Atmung), rufen (anwesende Personen, Notruf 112) und drücken (Herzdruckmassage).

100-mal in der Minute sechs bis acht Zentimeter

Gerade letzteres sollte man einmal üben, es gilt den Brustkorb eines Menschen rund 100-mal in der Minute um sechs bis acht Zentimeter einzudrücken. Ist dann der Defribillator angeschlossen – die Herzdruckmassage geht immer weiter – übernimmt die Maschine quasi die Anweisungen für die Massage und die Stromstöße.

Dabei kann eigentlich nichts falsch gemacht werden, da der Defibrillator alle wichtigen Parameter misst und verarbeitet und die Arbeitsschritte erklärt, das heißt das Gerät "spricht" mit dem Anwender. Es gilt also, keine Scheu vor der Benutzung des Defibrillators und wiederbelebenden Maßnahmen zu haben.

Ekel vor einer Mund-zu-Mund-Beatmung ist dabei nicht das Problem, empfiehlt doch die Deutsche Herzstiftung für die Laienreanimation "only compression", das bedeutet auf die Mund-zu-Mund-Beatmung kann zu Gunsten einer alleinigen kontinuierlichen Herzdruckmassage verzichtet werden.

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