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Hechingen Langsame Rückkehr zur Normalität

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Ralf Merkel begrüßt ab Samstag erstmals seit dem Shutdown wieder (kleine) Kinogäste. Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Das Hechinger Autokino läuft noch eine ganze Weile, währenddessen öffnet Kinobetreiber Ralf Merkel auch wieder die Säle – vorerst allerdings nur am Wochenende und ausschließlich nachmittags für Kinder und Jugendliche.

Hechingen. "Irgendwann muss es ja wieder anlaufen, aber nicht von null auf Hundert", betont Merkel. Er würde ja gerne auch abends öffnen, aber aktuell lockt das Autokino bei sommerlichen Temperaturen noch mehr Leute an und es fehlen neue Filme, die die Kinoenthusiasten in die Kinosäle im Schwanenkino (das Burgtheater bleibt wegen der Vollsperrung des Obertorplatzes geschlossen) treiben würde.

Immerhin gibt es ein Lichtblick am Horizont: "Tenet" von Christopher Nolan soll am 26. August erscheinen. "Das wird der erste attraktive Film sein, dann kann man über eine Abendöffnung nachdenken", erklärt Merkel. Er hofft auch auf "Ostwind 5" (Kinostart: 17. Dezember) und den Ebenhofer-Film "Kaiserschmarrndrama", der am 13. August hätte anlaufen sollen, aber nun auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Die deutschen Filmverleiher hielten sich noch zurück, weil ihnen die Kapazitäten in den Kinos zu gering seien. "Ich kann beide Seiten verstehen", schlägt bei Merkel natürlich das Herz des Kinobetreibers.

Zurück zu den Kinderfilmen: Damit legt Merkel am Samstag los, gezeigt werden dieses Wochenende "Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau", "Scooby! Voll verwedelt", "Paw Patrol: Mighty Pups" und "Takeover – Voll Vertauscht." Die Filme starten am Samstag ab 15 Uhr und Sonntag ab 14.15 Uhr zeitversetzt. Also nicht gleichzeitig, was einen einfachen Grund hat. "Wenn alle Filme zur gleichen Zeit zu Ende wären, dann müssten die Leute zum Notausgang hinaus, um sich nicht in die Quere zu kommen", so Merkel.

Plätze daneben werden automatisch gesperrt

Wichtig: Gebucht werden muss das Ticket im Vorfeld online, damit eine Familie nebeneinander sitzt, werden die entsprechenden Plätze geblockt und die Sitze daneben und dahinter bleiben automatisch frei. Da zwei Haushalte gemeinsam etwas unternehmen dürfen, müssen diese dann ihr Kinoerlebnis zusammenbuchen, sofern sie beieinander sitzen wollen.

Abhängig von dieser Konstellation wird das Kino zu 20 bis 25 Prozent ausgelastet sein, was umgerechnet etwa 40 bis 45 Plätzen entspricht. Merkel wäre froh, wenn statt eineinhalb nur 1,2 Meter Abstand gehalten werden müsste. Denn dann müsste er nicht die Reihe hinter einer belegten sperren.

Kinder ab sechs Jahren müssen übrigens einen Mundschutz tragen, welcher abgenommen werden darf, sobald der Platz eingenommen wurde.

Das Kinokino werde auf jeden Fall über die gesamten Sommerferien angeboten und danach abhängig von der Lage der Dinge weitergeführt. "Family-Entertainment", wie es Merkel nennt. Aufgrund einer Klimatechnik, die Up-to-date sei und optimalen Luftaustausch bietet, bestünde praktisch kein Risiko, sich im Kinosaal mit Corona anstecken zu können.

Das Autokino läuft parallel weiter, ist aber von der Startzeit bald wieder attraktiver. "Ab übernächster Woche können wir um 21.15 Uhr anfangen, weil es langsam wieder früher dunkel wird", erklärt Merkel. Als im Juni die Filme erst um 22 Uhr losgegangen seien und teilweise erst nach Mitternacht zu Ende waren, war dies manchem Autokinofan zu spät. "Da hatten wir deshalb einen kleinen Durchhänger", gibt Merkel zu. Klagen von Anwohnern habe es keine gegeben, zumal die Autos zum entferntesten Punkt der angrenzenden Häuser geleitet würden.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf weitere Lockerungen. "Bis zur Normalität müssen wir mit den aktuellen Ressourcen auskommen und den geringen Kapazitäten leben", so Merkel. Bleibe der aktuelle Status Quo bis Ende des Jahres bestehen, werde es für manche Kinos eng, befürchtet er. Ein Um- und späterer Rückbau der Kinosäle stünde jedoch in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand.

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