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Hechingen Kleine Denkmale, große Bedeutung

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Gemeinsam mit Helmut Lorenz (mit schwarzer Mappe) nahmen zahlreiche Interessierte am Sonntag Kleindenkmale in Hechingen in Augenschein. Fotos: Maute Foto: Schwarzwälder Bote

Dem aufmerksamen Beobachter begegnen sie auf Schritt und Tritt: Spuren regionaler Geschichte. In Form von Kleindenkmalen, denen eine Führung der Heimatkundlichen Vereinigung gewidmet war, sind sie vielerorts im Stadtgebiet präsent.

H echingen. Wer mit offenen Augen durch Hechingen geht, entdeckt sie am Wegesrand, an Fassaden, zwischen Pflastersteinen und in Eingangsportalen: Kreuze, Tafeln, Hausfiguren, Brunnen, Denkmäler und kleine Bauten.

Mal sind es in Stein gemeißelte, mal hölzerne Zeugen der Vergangenheit. Mal offenbaren sie sich dem Betrachter in Form eines schlichten Stahlbands, mal als Inschrift. Ihnen allen gemein ist, dass sie schützenswerte Zeugnisse vergangener Zeiten sind, die trotz ihrer geringen Größe eine große Bedeutung für die Denkmal- und Kulturlandschaft haben.

Etwa ein Drittel der sich auf Hechinger Gemarkung befindlichen 120 Kleindenkmale wurden am Sonntag im Rahmen einer von der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb veranstalteten Exkursion in Augenschein genommen. Sehenswert wären zweifellos alle, doch angesichts der großen Zahl musste Helmut Lorenz eine Auswahl treffen, die sich mit einem Rundgang durch die Zollernstadt verbinden ließ.

Große Resonanz für die Führung trotz Urlaubszeit und Sommerwetter

Für Lorenz aus Balingen-Frommern ist Hechingen ein vertrautes Terrain, war er doch einst beruflich als Mitarbeiter des Amts für Vermessung und Flurneuordnung tätig. Trotz Urlaubszeit stieß seine Führung an diesem heißen Augusttag auf große Resonanz. Viele Teilnehmer – unter ihnen auch Kreisarchivar Andreas Zekorn – wollten sich den Stadtspaziergang mit historisch-kulturellem Hintergrund nicht entgegen lassen.

Dass die zahlreichen Kleindenkmale in Hechingen erfasst und sorgfältig dokumentiert werden konnten, ist, wie Helmut Lorenz betonte, der Verdienst von Rose Hauser und Ruthild Mangler. In den Informationen, die durch ihr Engagement gewonnen werden konnten, spiegelt sich auf lebendige Weise regionale Geschichte.

Erste Station war die Familiengedenkstätte der Schenken von Stauffenberg im Gewann Schlössle. Anschließend folgte ein Rundgang durch die Hechinger Ober- und Unterstadt. Zu den Kleindenkmalen, die dabei besichtigt wurden, gehört unter anderem die sich in der Heiligkreuzstraße befindliche Porträtbüste der Fürstin Eugenie. Das im Jahre 1884 geschaffene Denkmal im Neorenaissance-Stil widmet sich in dankbarer Erinnerung der unvergessenen Fürstin und Wohltäterin.

Gleich nebenan befindet sich die Ruhe-Christi-Kapelle. Mit Bedauern nahmen die Führungsteilnehmer zur Kenntnis, dass sich das im Jahre 1719 errichtete Gotteshaus, an dem sichtbar der Zahn der Zeit nagt, in schlechtem baulichen Zustand befindet. Bis zum Ersten Weltkrieg diente die Kapelle der Aussegnung der Toten.

An die Opfer der Weltkriege erinnert das 1932 errichtete Kriegerdenkmal hinter der Stiftskirche. Der Ort, von dem aus sich ein weitläufiger Blick auf die Alblandschaft eröffnet, beherbergte einst den 1586 angelegten Friedhof von St. Jakobus.

Vorbei an der Hausfigur eines Gebäudes in der Goldschmiedstraße – einer Madonna auf der Mondsichel, die wohl aus dem 17. Jahrhundert stammt – führte der Weg zur ehemaligen Synagoge. Auf dem in den Pflasterbelag eingelassenen Stahlband ist die dritte Strophe von Hölderlins "Hyperions Schicksalslied" zu lesen. Um Schutz vor "FIR / VND ALEM / IBEL" wird in der Bauinschrift eines Hauses auf dem Marktplatz gebeten, die auf 1705 datiert ist.

Vom Hechinger Stadtbrunnen aus ging es, vorbei am Unteren Turm, schließlich in die Unterstadt, wo eine Reihe weitere Denkmale in Augenschein genommen wurden.

Eine Auswahl an Kleindenkmalen im gesamten Zollernalbkreis findet sich im Buch mit dem Titel "Schätze am Wegesrand im Zollernalbkreis", das Andreas Zekorn gemeinsam mit Helmut Lorenz herausgegeben hat und das Lust macht, die Kleinode regionaler Geschichte zu entdecken.

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