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Hechingen Klanglabor auch in Mailänder Zeitung

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In Corona-Zeiten klingt das fast unglaublich: Über 450 Besucher kamen von Freitag bis Sonntag zu den drei hochkarätigen Klassik-Konzerten in der Hechinger Stadthalle. Darunter erstaunlich viele Schüler.

Hechingen. "Für uns Musiker war es ein besonderer Moment, wieder live vor Publikum spielen zu dürfen. Und der Applaus am Ende der Konzerte war Balsam für die Seele". so bedankt sich nun Raphael Schenkel in einem Rundschreiben noch einmal bei all jenen, die durch Eintrittskarten, durch Sponsorin oder ehrenamtliche Arbeit dieses besondere Event in Hechingen ermöglich haben.

Der Profi-Klarinettist mit Junginger Wurzeln ist mit seiner begeisternden Art sicher die treibende Kraft hinter dieser Veranstaltung, aber er hatte Hilfe. Seinem Vater Wilfried Schenkel – durch viele Jahre Kunstverein-Kassiereramt und Synagogen-Veranstaltertätigkeit gestählt im Eintrittkartengeschäft – gelang es durch kluge Verteilung der Plätze in der Stadthalle, die durch die Hygienevorschriften gesetzen Grenzen fast maximal auszureizen.

Viele weitere Personen halfen mit, stellten Gästezimmer für Musiker und Teamangehörige zur Verfügung, übernahmen Fahrdienste und ähnliches.

Nicht zuletzt ein Garant dieses Erfolgs ist das Hechinger Gymnasium, dessen Rektorin Melanie Dreher auch in Coronazeiten die Nerven behielt und mit den Musikern Lösungen fand, unter Pandemie-Sicherheitsbedingungen das Schul-Workshop-Programm halbwegs vollständig über die Bühne zu bringen.

Open-Air auf dem Obertorplatz geplant

Der Lohn dieser Bemühungen: Ein Medienecho, wie es nicht viele Hechinger Veranstaltungen erreichen. Das betrifft nicht nur den Schwarzwälder Boten, der selbstverständlich aktuell über die Veranstaltung berichtete.

Unter anderem berichtete auch der SWR am 7. Oktober zur besten Sendezeit über Hechingen und sein bemerkenswertes Klanglabor. Das Interview kann noch im Internet angehört werden unter der Adresse: https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/raphael-schenkel-und-seinklang-labor-hechingen. Ein Konzert wurde zudem vom Sender aufgenommen.

Aber vor allem eine Medien-Ehre dürfte Hechinger Kulturveranstaltungen wirklich nur selten vergönnt sein: Die Mailänder "Corriere della Sera" – auflagenstärkste und meistgelesene Tageszeitung in italienischer Sprache weltweit und eines der Leitmedien des Landes – hat in ihrem Kulturteil in der Ausgabe vom 4. Oktober ebenfalls über das Hechinger Festival berichtet. Ein Redakteur dieser Zeitung hatte Raphael Schenkel kurz zuvor bei einem namhaften Festival in der Schweiz kennengelernt, wo der Junginger auftrat, und fand die Hechinger Klanglabor-Idee bemerkens- und berichtenswert.

Und das alles bedeutet: Die Aktiven sind motiviert genug, das Projekt fortzuführen. Der zweite Teil des Festivals soll im Juli nächsten Jahres stattfinden, dann soll gemeinsam mit dem Hechinger Gymnasium ein "Musik-Tag" stattfinden, bei dem die Schüler die Ergebnisse ihrer Projektarbeit im Klanglabor gemeinsam mit den Profimusikern präsentieren wollen.

Unter dem Titel "Hört Ludwig Franz?" soll dazu auf dem dann sicherlich längst eröffneten Obertorplatz ein Open-Air-Konzert stattfinden. Zudem ist im Rahmen der Reihe dann erstmals auch ein Jazz-Konzert in Planung. Ob der Corriere da nochmal berichtet?

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