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Rangendingen Kinder mit "Zimbabwe-Virus" infiziert

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Der Vorstand t des Vereins "Für Kinder in Zimbabwe" aus Rangendingen hat am Samstag unter Regie der Vorsitzenden Hilde Kohler (rechts) ihre erste Hauptversammlung gemeistert.Foto: Beiter Foto: Schwarzwälder Bote

Von Roland Beiter

Erst ein Jahr alt und trotzdem hat der Verein schon eine 20-jährige Geschichte: Am Samstag traf sich der Verein "Für Kinder in Zimbabwe" zur ersten Hauptversammlung nach der Gründung im vergangenen Jahr.

Rangendingen. Ihr erstes Vereinsjahr hatten sich die Mitglieder des Kinderhilfsprojekts "Für Kinder in Zimbabwe" sicher anders vorgestellt. Zum ersten Mal hatten sich die Aktivisten ein Jahresprogramm zusammengestellt. Nicht riesig, doch der neu gegründete Verein wollte sich und sein Projekt dabei einem größeren Publikum vorstellen.

Doch dann kam Corona. Der 19. Weihnachtsmarkt im November lief noch gewohnt erfolgreich. Der Kaffeenachmittag im April und die Teilnahme am Dorffest mussten dann abgesagt werden.

Die Mitglieder hoffen nun, dass der Weihnachtsmarkt möglich sein wird. Da er im Freien stattfindet, sind sie zuversichtlich. "Weil wir ein Jubiläum feiern können, wollen wir auch ein kleines Programm auf die Beine stellen", kündigte die Vorsitzende Hilde Kohler an. Sie kündigte außerdem an, dass sich der Verein auf jeden Fall auch für das eventuell im kommenden Jahr nachzuholende Dorffest anmelden wolle.

Am 6. März 2019 war der Zimbabwe-Verein aus der Taufe gehoben worden. Hilde Kohler wurde Vorsitzende. Ihre Stellvertreterin ist Christiane Karasch-Widmann, Kassiererin Claudia Niederwolfsgruber-Sekongo, Schriftführerin Martina Heck, Beisitzer Freddy und Anne Kohler sowie Kassenprüfer Berthold Hirt. Derzeit, so Kohler, habe der Verein 14 Mitglieder.

Ins Leben gerufen wurde der Weihnachtsmarkt "Für Kinder in Zimbabwe", als Grundschullehrerin Claudia Niederwolfsgruber-Sekongo im Jahr 2000 an die Rangendinger Schule wechselte. "Du hast unsere Kinder geradezu mit dem ›Zimbabwe-Virus‹ infiziert", scherzte die Vorsitzende. Unter deren Regie gab es damals bereits einen Zimbabwe-Markt in Niederwolfsgrubers Heimatstadt Sigmaringen. Nur ein Jahr später organisierte die Lehrerin mit Eltern und Schülern den ersten Markt in der Rangendinger Ortsmitte – damals noch in der "Moschee" und im kleinen Rahmen, wie Kohler erinnerte. Heute hat sich der Markt auf dem gesamten Dorfplatz ausgebreitet. Es gibt Waffeln und Glühwein sowie Rote vom Grill. "Wir sind ganz schön gewachsen und haben einen festen Kundenstamm", freute sich die Vorsitzende.

Beim Markt am Samstag vor dem ersten Advent blieben 5027 Euro hängen, wie Kassiererin Claudia Niederwolfsgruber-Sekongo berichtete. Die Gesamtjahreseinnahmen betrugen 22 118 Euro, wobei der Großteil auf den Übertrag aus den Aktionen des Hilfsprojekts vor der Vereinsgründung stammen, wie sie sagte. Hinzu kommen Spenden von 450 Euro sowie eine Firmenspenden von 1000 Euro. Der Kontostand zum Jahresende 2019 betrug 19 572. 2500 Euro wurden an das "Sir Humphrey Gibbs Trainings Centre" in Zimbabwe überwiesen.

Auch in diesem Jahr habe sie bereits wieder mehrmals Summen zwischen 2000 und 5000 Euro an die Heimleitung überwiesen. Damit wurden zwei Industriewaschmaschinen angeschafft, der Zaun um den Kindergarten sowie Spielgeräte und die Sanitäreinrichtungen und die Küche erneuert. Stolz sei man in Bulawayo über das "Hühnerprojekt". Eine wichtige "Hilfe zur Selbsthilfe" und es könnten auch Hühner verkauft werden, so Niederwolfsgruber.

Große Unterstützer hat der Verein auch im Bläserkreis Nußdorf bei Vaihingen/Enz gefunden.

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