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Hechingen Keine Gefahr für EJL-Großbauprojekt

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An der Rabenstraße sind nun jahrhundertealte Mauerreste gefunden worden. Foto: Huger

Hechingen - Lange haben die Archäologinnen in der Rabenstraße im Stillen gegraben. Nun sind sie fündig geworden: Bebauungsstrukturen, die aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert stammen, kamen zu Tage. Das bestätigte das Landesamt für Denkmalpflege am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung.

"Nicht so wichtig, dass es eine Bebauung verhindern würde"

Doch dem geplanten Großbauprojekt der EJL mit über 500 Quadratmetern Wohnfläche und 1320 Quadratmetern Bürofläche steht dem Vernehmen nach nichts im Wege. "Es ist nicht so gewichtig, dass es eine Bebauung verhindern würde", sagt Beate Schmid, Referentin für Mittelalter- und Neuzeitarchäologie beim Landesamt für Denkmalpflege. Die Funde seien jedoch "die einzige Quelle, um etwas über die Bebauungsstruktur aus der Zeit vor dem Stadtbrand zu erfahren", so Schmid. Bei dem Großbrand waren am 31. Oktober 1723 in der Rabengasse 21 Häuser verbrannt. Es handelt sich bei den Funden wohl um Reste dieser Häuser.

Die vorhandene Bebauungsstruktur wird weiter untersucht und die Grabungsfläche wird ausgedehnt werden. Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen gibt es allerdings noch nicht. Klar ist, dass ein Statiker die Stelle, an der die sogenannten "Sondagen" untersucht werden, genauer in Augenschein nehmen muss. Und diese Informationen sind dann eben für den geplanten Neubau der EJL interessant.

Die Nachricht von den Funden in der Rabenstraße nimmt Gemeinderat Andreas Ermantraut, der für die EJL als Berater tätig ist, eher zähneknirschend zur Kenntnis. "Es ist ärgerlich", sagt er, "es kostet einfach Zeit und Geld."

Doch auch ein klein wenig Erleichterung ist bei ihm zu erkennen. "Wichtig ist, dass das Projekt nicht generell in Frage gestellt wird", sagt er. Jetzt gelte es, die nächsten Schritte abzustimmen. Allerdings falle der Bereich Rabenstraße ohnehin in den zweiten Bauabschnitt des geplanten Projektes.

Funde sind wichtige Teile für das Hechinger Geschichts-Puzzle

Beate Schmid betont, dass es sich bei den Funden um wichtige Puzzle-Stücke handelt. Es ergebe sich daraus zwar nicht das ganze Bild – der damaligen Bebauung und auch Lebensweise der Hechinger –, aber ohne sie bekäme man das Puzzle nie mehr zusammen. Eine Zerstörung der Funde wäre unzulässig, klärt Schmid auf. Es handle sich um Kulturdenkmale.

 

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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