Um den Winterdienst ging es in der Sitzung des Sickinger Ortschaftsrates. Symbolfoto: Sturm/pixelio Foto: Schwarzwälder-Bote

Auch Bürger sind zum Räumen verpflichtet. Sickinger Wald in gutem Zustand.

Hechingen–Sickingen - Schnee gab es bislang kaum – dafür aber frostige Minusgrade. Das bedeutete schon zahlreiche Einsätze für den Hechinger Streudienst. Trotzdem beklagen die Sickinger, dass ihre Straßen zu Rutschbahnen werden.

Warum werden einige Straßen in Sickingen sowie der Verbindungsweg nach Bodelshausen einfach nicht geräumt? Auf diese Frage gab der Sickinger Ortsvorsteher Gerhard Henzler am Montagabend Antworten. In der Ortschaftsratsitzung informierte er über den Straßen– und Winterdienst.

"Sowohl die Stadt Hechingen, als auch die Bürger haben eine Räumungspflicht", erklärte Henzler. Anwohner seien für die Gehwege vor ihrer Hautür verantwortlich, der Betriebshof und die Stadtwerke Hechingen für die öffentlichen Straßen.

Straßennetz ist bei Streudienst in Stufen eingeteilt

Wann und ob eine Straße geräumt werde, sei dabei genau geregelt. "Das Straßennetz ist in Stufen eingeteilt", erklärte Henzler in der Sitzung. Jede Stufe beschreibe die Priorität der jeweiligen Straße. Auf der ersten und wichtigsten Stufe stünden Ortsdurchgangsstraßen. Dort treffe der Winterdienst als erstes ein. "Bis 7 Uhr kann man damit rechnen, dass die wesentlichen Verkehrsachsen frei sind", versprach Henzler.

Auf der zweiten Stufe folgten besondere Gefahrenzonen, zum Beispiel Kreuzungen, erklärte er weiter. Erst an letzter Stelle stünden Tempo–30–Zonen und Anliegerstraßen. Diese kämen gar nicht oder zum Schluss dran.

"Und was ist mit dem Verbindungsweg nach Bodelshausen?", hakte Gebhard Daiker, Mitglied im Ortschaftsrat, nach. Der Weg sei viel befahren und werde trotzdem nicht geräumt.

Dem Ortsvorsteher war das nicht neu: In den vergangenen Jahren sei darauf immer wieder in Sitzungen hingewiesen worden. "Der Weg nach Bodelshausen wird von der Stadt als Feldweg und nicht als Straße eingestuft", berichtete er, "deshalb fällt sie nicht in den Einsatzplan". In dieser Hinsicht habe man in den vergangenen Jahren nicht viel erreichen können.

Erfreulichere Nachrichten hatte Förster Rainer Wiesenberger: "Probleme gibt es eigentlich keine", berichtete er. Der Sickinger Wald mache mit 14,8 Hektar nur ein Prozent des Stadtwaldes aus und sei damit überschaubar.

Das einzige Anliegen sei, dafür zu sorgen, dass in nächster Zeit genügend Laubholz nachwachsen könne und nicht vom Wild verbissen werde. Denn momentan gebe es hauptsächlich Fichtenbestände. "Das ist aber Aufgabe der Jäger", meinte er.

Zahlentechnisch stehe es im Sickinger Wald ebenfalls gut: Von den geplanten 550 Festmetern Holz, die bis 2019 eingeschlagen werden sollen, seien bereits 480 Festmeter erledigt. Für das kommende Jahr sei geplant, dass 15 Festmeter Holz eingeschlagen werden.