Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hechingen Kautt: Es werden "bewusst Ängste geschürt"

Von
Zahlreiche Gäste kamen am Samstag zum Bauerntag der Kreisverbände Tübingen und Zollernalb in die Hechinger Stadthalle. Fotos: Maute Foto: Schwarzwälder Bote

"Weniger Hetze", sondern eine sachliche Diskussion bezüglich aktueller umweltpolitischer Themen: Das ist, wie der Tübinger Kreisobmann Jörg Kautt beim Hechinger Bauerntag betonte, der Wunsch der Landwirte.

Hechingen. Es sind Themen, die derzeit medial in aller Munde sind: Ob Feinstaubbelastung oder Pestizideinsatz – die Forderung zur Rückkehr auf eine sachliche Diskussionsgrundlage kam beim gemeinsamen Bauerntag der Kreisverbände Tübingen und Zollernalb in diversen Reden zum Ausdruck.

Oft würden "bewusst Ängste in den Menschen geschürt", betonte Jörg Kautt, der in diesem Zusammenhang auch Kritik am Pestizidbericht des Naturschutzbunds Baden-Württemberg übte, der lediglich "auf Annahmen" basiere. "Das ist ganz billige Polemik, nach dem Motto: Es wird schon etwas hängen bleiben", konstatierte er.

Was die Landwirtschaft leiste, trete dabei zunehmend in den Hintergrund. "Wir produzieren in Europa, besonders in Deutschland, Lebensmittel in bester Qualität, nach den allerhöchsten Umweltstandards. Wir haben in Deutschland die höchsten Anforderungen an die Tierhaltung", hob der Kreisobmann hervor.

Diese Auflagen seien "Leistungen der Landwirtschaft für die Öffentlichkeit." Um damit wirtschaftlich überleben zu können, würden die Landwirte Ausgleichszahlungen erhalten, erklärte Kautt, der zugleich auf die Konsequenzen weiterer Kürzungen verwies: Diese hätten "einen stärkeren Strukturwandel zur Folge – hin zu größeren Betrieben; gerade das, was unsere Kritiker angeben, nicht zu wollen."

Auch in Sachen Düngemitteleinsatz sieht der Obmann die Bauern zu Unrecht an den Pranger gestellt. "Für den Landwirt sind Pflanzenschutzmittel ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, dessen Einsatz sehr wohl überlegt ist", betonte er.

Bei Tierwohlprodukten sieht Kautt die Verbraucher mit in der Pflicht. Für diese Produkte würde sich laut einer Studie zwar eine große Mehrheit aussprechen, schon bei geringfügigen Preissteigerungen gehe der Absatz jedoch deutlich zurück. Selbiges gelte für Bio-Produkte, bei denen nur jeder dritte Bundesbürger das Preis-Leistungsverhältnis für angemessen halte.

Die Folgen "überzogener Forderungen" an die Landwirtschaft skizzierte der Obmann wie folgt: "Was wird passieren? Die landwirtschaftliche Produktion wird ausgelagert und dann an solchen Orten stattfinden, an denen die Menschenrechte weniger zählen als bei uns der Tierschutz", entwarf er ein düsteres Szenario, um deutlich hervorzuheben: "Landwirtschaft bei uns ist Vielfalt. Jeder Betrieb, der zumacht, ist ein Verlust."

Das Greening und Aktionen wie "Deutschland blüht auf" oder das mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnete "F.R.A.N.Z-Projekt" zeugten vom Engagement der Bauernverbände.

Seiner Hoffnung, dass bei umweltpolitischen Themen "Fakten und nicht emotionale Debatten im Vordergrund stehen", verlieh auch der Tübinger Landrat Joachim Walter Ausdruck, der hervorhob, "dass die Landwirte als Lebensmittelversorger wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahrnehmen."

Über "Aktuelle agrarpolitische Themen in Land, Bund und EU" referierte Ministerialdirigent Joachim Hauck, Abteilungsleiter im Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg.

Einblick in den Geschäftsbereich der beiden Kreisbauernverbände gewährte Geschäftsführer Martin Zaiser. Einstimmig wiedergewählt wurde der Kreisobmann des aktuell 721 Mitglieder zählenden Kreisbauernverbands Zollernalb, Alexander Schäfer, der krankheitsbedingt nicht am Bauerntag teilnehmen konnte.

Fotostrecke
Artikel bewerten
3
loading
 

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

Top 5

1

Kommentar

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading