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Hechingen Jedesmal gibt es ein anderes Thema

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Romi Kasper organisierte schon zwei Treffen des Anderes Burnout Cafe.Foto: Renner Foto: Schwarzwälder Bote

Seit September gibt es in Hechingen eine neue Selbsthilfegruppe. Sie nennt sich ABC – kurz für Anderes Burnout Cafe. Zwei Treffen gab es schon, die von Romi Kasper aus Nehren organisiert wurden.

Hechingen/Nehren. Offiziell heißt die Gruppe Anderes Burnout Cafe Tübingen/Hechingen, die sich künftig jeden dritten Donnerstag im Monat im Bildungshaus St. Luzen trifft und unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins Initiative für gesundes Leistungsklima (IFGL) firmiert.

Wer unter einem Burnout leidet, also einer schweren Depression, sei in diesem Stadium für die Gruppe schwer zu erreichen. Vorher und nachher ist laut Kasper der günstigere Zeitpunkt. "Wer im Tal der Tränen ist, der ist gefangen und es fehlt ihm der Antrieb", nennt Kasper Gründe, die gegen einen Teilnahme sprechen könnten. Vorher fühlen sich die Betroffenen gestresst, klagen über Schlaflosigkeit, haben Panikattacken. Nach dem Burnout berichten sie beispielsweise, dass sie einen Herzinfarkt hatten. "Deshalb ist es schwierig, den Zeitpunkt eines Burnouts auszumachen", betont Kasper.

Und wie hilft eine Selbsthilfegruppe? Für Kasper ist es wichtig, dass Gespräche zustande kommen und sie dem Gegenüber zuhört, er sich verstanden fühlt, sie ihm Ärzte empfehlen kann.

Schon vor zwei Jahren mit Gedanken gespielt, eine Gruppe zu gründen

Der Gründer und mittlerweile stellvertretende Vorsitzende Thomas Grünschläger hatte in einer Rundmail um den Aufbau weiterer Gruppen gebeten. Kasper stellte den Kontakt zu ihm durch einen Freund her. "Ich wollte eine Gruppe schon vor zwei Jahren gründen. Dieses Jahr habe ich mir dann gesagt, jetzt mache ich es", erzählt Kasper, die schon als selbstständige Verkaufs- und Kommunikationstrainerin gearbeitet hat und in der Modebranche tätig war.

"Es ist eine normale Selbsthilfegruppe, bei der sich die Teilnehmer zwei Stunden untereinander austauschen können", sagt die 44-Jährige. Das Besondere – oder besser Andere – ist, dass jedes Treffen unter einem bestimmten Thema steht. Beim Premierentreffen ging es um Achtsamkeit, auch Optimismus stand schon auf dem Plan. Drei Teilnehmer aus Mössingen waren anwesend, beim zweiten Treffen zusätzlich zwei Frauen aus Geislingen.

Das nächste Treffen wäre eigentlich am Donnerstag, 19. November, gewesen, wurde aber coronabedingt absagt. Sollte die dritte Zusammenkunft im Dezember nicht möglich sein, dann wird es Kasper online über die Video-Plattform Zoom durchführen. "Sollte irgendwann die Gruppe größer werden, dann werde ich sie wahrscheinlich splitten und zwei Termine pro Monat anbieten", blickt Kasper bereits voraus. "In St. Luzen ist die Location ansprechend, die Resonanz war positiv." Es handelt sich übrigens um eine offene Gruppe, die sich über Spenden und Mitgliedsbeiträge der IFGL finanziert

Deutschlandweit gibt es mit dem Hechinger Cafe inzwischen 16 solcher Selbsthilfegruppen, hauptsächlich im Raum Köln und in Bayern.

Weitere Informationen: Für Auskünfte ist Romi Kasper E-Mail unter hechingen@ifgl.net zu erreichen. Ihre eigene Homepage heißt sichtweiten.eu.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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