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Hechingen In Werken verbinden sich die vier Elemente

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Doppelwandgefäß von Hozana Gomes da Costa. Sie stellt zusammen mit Sylvia Faragó in der Villa aus. Foto: da Costa Foto: Schwarzwälder-Bote

Hechingen. Die Kunstausstellung mit Arbeiten von Sylvia Faragó und Hozana Gomes da Costa wird an diesem Sonntag, 23. Februar, in der Villa Eugenia in Hechingen eröffnet.

Im Zentrum der Werke von Sylvia Faragó stehen handgeschöpfte Papiere. Die Ausgangsbasis für den bildnerischen Prozess bildet ein Brei aus säurefreiem, alterungsbeständigem Zellstoff. Die Masse wird mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt. Während des Schöpfvorganges werden zwischen den nassen Papierschichten Naturmaterialen wie Halme, Blätter und Schoten eingewoben. Im Ergebnis entstehen Bilder, die reliefartig in den Raum ausgreifen. Immer weisen die Bildwerke von Sylvia Faragó zeichenhaft über sich hinaus. "Diese symbolhaften Zeichen erinnern an die Traditionen menschlicher Kultur. "Sie sind nicht Vergangenheit im Sinne von etwas Zurückgelassenem, Abgeschlossenem, sondern sind Vergangenheit in der Gegenwart", sagt Sylvia Faragó. Reisen in verschiedene Länder, besonders aber nach Südamerika, hätten bei ihr zu einer intensiven Auseinandersetzung mit prähistorischer Kunst und deren Symbolsprache geführt. Sylvia Faragó ist 1946 in Budapest geboren. Nach dem Abitur hat sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart Buchgrafik studiert.

Hozana Gomes da Costa arbeitet mit Ton und in der Raku-Technik. Raku ist eine japanische Brenntechnik, die Wohlgefühl, Freude und Glück bedeutet. Sie ist eng mit der Teezeremonie in Japan und dem Zen-Buddhismus verbunden. In einem Wechselspiel von Spannung und Meditation verbinden sich in den Werken die vier Elemente Luft, Erde, Feuer und Wasser. Dadurch erhält jedes Stück seine individuelle Entstehungsgeschichte und ist einzigartig in Ausdruck, Form und Farbe.

In ihren Raku-Objekten zeigt die Künstlerin die Kontraste zwischen rund und eckig, schwer und leicht, glänzend und matt, rau und glatt. Bei der Raku-Technik verwende sie zusätzlich zum grobkörnigen Ton oft ergänzend ein weiteres Material, wie Metallnägel oder elektrische Widerstände. Die feinen elektrischen Widerstände stehen im Kontrast zum eher groben Ton. Hozana Gomes da Costa ist 1952 in Recife (Brasilien) geboren. Seit 1974 lebt und arbeitet sie in Deutschland. Sie ist Mitglied im Bundesverband Kunsthandwerk sowie im BdK Baden-Württemberg.

Bei der Vernissage am Sonntag um 14 Uhr führt Sylvia Faragó in die Ausstellung ein. Die Umrahmung übernimmt das Duo de la Plata mit Tangomusik.

Die Ausstellung dauert bis zum 30. März

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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