Soziales: Neuer Lastwagen hat sich bewährt

Hechingen. Was ist eigentlich in Burundi in Corona-Zeiten los? Wie geht es dort dem Zachäus-Haus, dem Projekt, das die Hechinger so intensiv unterstützen? Der Ausschuss "Mission Eine Welt" der katholischen Kirchengemeinde St. Luzius traf sich am Wochenende erstmals seit Ausbruch der Pandemie im Gemeindehaus. Mit dabei war der Afrikamissionar Hugo Leinz. Er arbeitet in Burundi und weilt zur Zeit im Heimaturlaub in Hechingen.

 

Der Pater aus Burladingen ist seit 1966 als Missionar und Pfarrer in Afrika tätig. Er kennt das afrikanische Land Burundi also bestens. Er konnte dem Ausschuss ausführlich über die aktuelle Lage im Land berichten. Der Staat habe alle Grenzen geschlossen, um das Corona-Virus fern zu halten. Was bisher auch relativ gut zu gelingen scheint. Allerdings verschärft sich dadurch die Armut und der Hunger bei der Bevölkerung. Die Lebensmittel seien aber wegen der Grenzschließung extrem teuer geworden.

So sei es ein Segen, dass durch günstiges Wetter die diesjährige Ernte auf den eigenen Feldern gut ausgefallen sei. Dabei habe sich auch der neue Lastwagen – finanziert von Hechinger Spenden – sehr gut bewährt. Das Haus sei weiterhin auf Hilfe aus Deutschland angewiesen.

Der Ausschuss bereitet daher als einzige Aktion in diesem Jahr den Vortrag der Burundi-Kennerin Angela Krumpen vom Domradio Köln, vor. Dieser findet am Montag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stiftskirche in Hechingen statt. Die Journalistin wird ihr Burundi-Buch vorstellen, das eindringlich vom Bürgerkrieg in Burundi, aber auch von der beeindruckenden Versöhnungsarbeit des katholischen Bischofs Simon von Gitega berichtet. Sie hat auch die behinderten Kindern im Zachäus-Haus besucht und wird davon erzählen.