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Hechingen Hoffnung für den Turm ruht auf Christkind

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Seit fast fünf Jahren versteckt sich die Stiftskirche hinter einem planenverhüllten Baugerüst. Ob die Kirche schon an Weihnachten wieder in alter Pracht zu bewundern ist, kann derzeit niemand sagen. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Wie lange steht das Gerüst noch am Turm der Stiftskirche? Seit fast fünf Jahren ist das Hechinger Wahrzeichen verhüllt, und Pfarrer Michael Knaus kann auch nicht sagen, wann sich das ändert.

Hechingen. " Es ist überhaupt keine befriedigende Situation, die Leute immer wieder vertrösten zu müssen", erklärt er. Aber auch als Vertreter des Bauherrn bleibe ihm nichts anderes übrig. Zwar stehe er in ständigem Kontakt mit Architekt Wolfram Golias, der die Bauleitung hat, aber auch dieser zeigt sich vorsichtig in seinen Prognosen. "An der Maßnahme sind viele unterschiedliche Spezialfirmen beteiligt, das ist Vorschrift für ein solches Baudenkmal", erläutert der Architekt.

Und da liegt das Problem. Diese Firmen sind restlos ausgelastet, das ergibt Wartezeiten auch auf kleine Gewerke, und weil hier alles wie die Zahnräder in einem Uhrwerk miteinander verknüpft ist, können Kleinigkeiten den gesamten Fortschritt stoppen.

Pfarrer Knaus erinnert auch daran, dass der Umfang der Arbeiten Anfang des Jahres noch erweitert wurde, weil der Kostenrahmen deutlich unterschritten war, so dass nun nicht nur der Turm sondern die gesamte Westfassade einschließlich Fenster saniert wird. "Dass dies nicht in der gleichen Zeit erledigt werden kann wie nur der Turm, ist natürlich einleuchtend", so der Seelsorger.

Aber auch Knaus wird ungeduldig. Sein Wunsch: An Weihnachten würde er gern wieder durch das Hauptportal in die Kirche einziehen, und dass sich die Verkehrssituation zwischen Kirche und Gemeindehaus bald entspannt, ist ihm auch ein Anliegen.

Dass dieser Weihnachtswunsch in Erfüllung geht, dafür ist allerdings nicht das Christkind zuständig, sondern neben dem reibungslosen Zusammenspiel der beteiligten Baufirmen auch das Wetter. Architekt Golias ist aber zuversichtlich: "Bis Ende des Jahres wird das Meiste abgeschlossen sein, so dass wir im kommenden Frühjahr dann auch fertig werden."

Ungewisse Zukunft des Fördervereins

Neben dem Baufortschritt am Turm macht sich Pfarrer Michael Knaus auch etwas Sorgen um die Zukunft des Fördervereins. Im Dezember endet die Amtszeit des Vorstandes. Heiko Zimmermann und sein Team haben sehr professionell gearbeitet, das anvisierte Ziel, 20 Prozent der Gesamtbausumme durch Spendengelder bereitzustellen, wurde sogar übertroffen. Damit sieht die Vereinsführung ihre Aufgabe allerdings als erledigt an. Knaus erläutert: "Wenn wir niemanden finden, der diese Aufgabe übernehmen will und kann, werden wir den Verein auflösen müssen."

Bedarf für einen Förderverein gibt es aber weiterhin angesichts deutlich sichtbarer Schäden an den Sandsteinen im Sockelbereich rings um die Kirche und einer im Grunde fälligen Innenrenovation. Diese Probleme anzugehen, rücke damit in weite Ferne.

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