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Hechingen Gesellschaftskritik ist ihr Spezialgebiet

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Brownie-Contests in der Pausenhalle, professionelle Fotoshootings mit den Lieblingslehrern und pausenlose Recherche – das Team der Schülerzeitung "TextMe!" steckt mitten in den Vorbereitungen für die nächste Ausgabe.

Hechingen. Sie recherchieren, fotografieren und texten: Die Mitglieder der Schülerzeitung "TextMe!" des Hechinger Gymnasiums arbeiten bereits an ihrer nächsten Ausgabe. In diesem Jahr soll es allerdings nicht wie gewohnt zwei Zeitungen, sondern nur eine geben. Der Grund: "Wir sind hier neun Leute und die meisten davon sind in der Oberstufe, da ist die Zeit relativ knapp", erklärt Chefredakteurin Anna Adler.

Dennoch stecken sie all ihre Zeit und Kraft in das Endprodukt. Nicht nur die Texte werden selbst produziert, auch die Bilder sind kunstvolle Eigenkreationen. Was die Zeitung von anderen Schülerzeitungen unterscheidet: "Unsere Artikel sind sehr gesellschaftskritisch", stellt Anna fest. Ob Sexismus oder Feminismus, die Jungredakteure scheuen sich nicht davor, ihre Meinung kundzutun.

In der nächsten Ausgabe soll es ebenfalls um ein sehr bedeutendes Thema gehen: Umweltverschmutzung. Vom Müll in den Meeren über die Vermeidung von Plastik im Alltag ist alles abgedeckt. "Der Müll und vor allem Plastik sind ja nicht nur ein Problem für die Umwelt, sondern auch ein Gesundheitsproblem. Man glaubt gar nicht in wie vielen Kosmetikartikeln Mikroplastik drin steckt", rechtfertigt Anna die Themenwahl.

Und auch Lebensmittel werden eine große Rolle spielen. "Einer unserer Redakteure hat einen Selbstversuch gemacht: Eine Woche ohne Zucker. Und man glaubt gar nicht wo überall Zucker drinsteckt. Darüber wollen wir aufklären", erklärt Anna.

Der Fokus der Redaktion soll in der kommenden Ausgabe auf der Verbesserung der Texte liegen. "Im Layout sind wir schon ziemlich gut, aber an unseren Artikeln müssen wir noch arbeiten. Deshalb korrigieren wir unsere Texte jetzt auch gegenseitig und tauschen uns darüber aus", so die Chefredakteurin. Ein weiterer Vorsatz der Jungredakteure sei, die Schule mehr in die Artikel miteinzubeziehen.

Auch bei den regelmäßigen Schülerzeitungstreffen mit Redaktionen aus ganz Baden-Württemberg fällt ihre Zeitung auf. "In der letzten Ausgabe haben wir beispielsweise ein Fotoshooting mit den beliebtesten Lehrern gemacht und das war dann auf dem Cover und kam super an." Dabei wurden keine Mühen und Kosten gescheut und ein professioneller Fotograf aufgesucht. Das ist auch der Plan für die kommende Ausgabe. "Wir hatten uns überlegt eventuell Spanisch-Lehrerinnen für ein Foto-Shooting zu gewinnen. Mal schauen", schmunzelt Anna.

Ebenfalls eine große Rolle soll die Kunst spielen. "Ich leite die Kunst-AG an unserer Schule und ein paar vom Redaktionsteam sind auch dabei. Das Interesse an Kunst ist also da. Deshalb versuche ich gerade eine Künstlerin auf Instagram dafür zu gewinnen, ein Bild zum Thema Umweltverschmutzung für uns zu malen", erzählt Redaktionsmitglied Annika Biro.

Sie wird außerdem einen Artikel über verschiedene Lebensmittel-Siegel verfassen. "Viele unserer Leser sind noch so jung, dass sie überhaupt nicht wissen, wofür die ganzen Siegel auf den verschiedensten Produkten eigentlich stehen", sagt Anna.

Beliebt machen sich die Redaktionsmitglieder bei ihren Mitschülern auch mit Aktionen wie einem Brownie-Contest, wie Anna erzählt: "Wir Redaktionsmitglieder haben Brownies gebacken und auch fertige zugekauft und die dann in der Pausenhalle von unseren Mitschülern verkosten und bewerten lassen." Welcher gewonnen hat, konnte die Redaktion kaum glauben: "Das decken wir dann auch in der nächsten Ausgabe auf", schmunzelt Anna. Wann diese genau erscheinen wird steht bisher noch nicht fest. "Wahrscheinlich kurz vor den Sommerferien", so die Vermutung der Chefredakteurin.

Trotz der ganzen Bemühungen fällt es der Redaktion schwer, Nachwuchs zu finden. "Wir haben es auch schon mit aufwendigen Werbeaktionen probiert, aber daraufhin haben sich auch nur zwei Interessenten gemeldet", bedauert Anna. Die Hoffnung durch die nächste Ausgabe noch mehr auf "TextMe!" aufmerksam zu machen, ist groß. "Es wäre so schade, wenn das nicht fortgeführt werden könnte", meint auch Chefredakteurin Annika.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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