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Hechingen Geschäftsleute schlagen Alarm: Umsatzeinbrüche

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Kein Durchkommen: Für die Geschäftsleute im Bereich der Schützenbrücke bedeuten die aktuellen Straßenbauarbeiten enorme Umsatzausfälle. Sie hätten sich mehr Informationen und Absprachen vom Landratsamt gewünscht. Foto: Stopper

Hechingen - "Die haben völlig versagt", so kommentiert eine Geschäftsfrau an der Neustraße das Management der Straßenbaustelle in der Hechinger Unterstadt durch den Landkreis. Bis zu 80 Prozent Umsatzeinbruch, Stammkunden abgewandert. "Hätte nicht sein müssen", meint sie.

Das meiste ist zwar vorbei. Jetzt müssen sie noch zwei, drei Tage durch die "Hölle" gehen, dann wird es immerhin besser. "Hölle", so bezeichnet ein Geschäftsmann vor Ort die Situation, wenn die große Straßenfräse zum Einsatz kommt. Und das wird von Mittwoch, 22. August, an der Fall sein. Aber bis dann wieder geteert ist und die Straße befahren werden kann, dauert es nur noch zwei Wochen.

"Nur noch" ist aber relativ. Wer so lange Einbußen beim Einkommen hat, für den ist die Zeit lang, und für die Geschäftsleute bei der Schützenbrücke bedeutet die Baustelle tatsächlich extreme Umsatzausfälle. Das Starke Café war beeinträchtigt, der Friseur schätzt den Umsatzrückgang bei sich auf 80 Prozent. "Katastrophe", heißt es im Sonnenstudio. Vor zehn Jahren habe man eröffnet, und "gerackert wie verrückt", um sich eine Stammkundschaft aufzubauen. Kein Urlaub, jeden Samstag arbeiten, abends auch. "Jetzt sind viele zumindest vorübergehend in andere Studios gegangen."

Baustellenzaun ohne Vorwarnung aufgestellt

Und dann fuhr am Montag, 9. Juli, ein Baufahrzeug vor und sperrte einfach die gesamte Straße vor dem Geschäft. Staunen bei den Geschäftsleuten. "Wir wussten von gar nichts", heißt es im Friseurladen und im Sonnenstudio. Lokalzeitung und Nachrichtenblätter lese man nicht, "aber man hätte uns ja auch mal anschreiben können oder direkt in Kontakt zu uns treten."

Das hätte dann wohl das Landratsamt machen müssen, in dessen Auftrag hier gebaut wird. Und vielleicht hätte man bei so einem direkten Gespräch auch klären können, wie man die Probleme für die Geschäftsleute möglichst klein hält. Denn die Zufahrt zum Parkplatz hinter dem Geschäftshaus ist eigentlich möglich. Aber nur wenige Meter davor wurden die Absperrschilder so aufgestellt, dass kein Durchkommen war. Und die Umleitungsführung insgesamt hätte leicht besser gestaltet werden können, meinen die Geschäftsleute.

Ende des Schreckens ist in Sicht

Dafür hätte aber das Gespräch mit den Betroffenen vor Ort geführt werden müssen. Eventuell sogar persönlich rausfahren. Aber von den Amtsstuben aus habe man die Probleme privater Geschäftsleute eben nicht im Blick. Vielleicht auch eine Frage der Perspektive. "Bei uns wird kein Lohn fortgezahlt, und Urlaubsgeld gibt es auch nicht", betonen sie.

Immerhin: Ein Ende des Schreckens ist mittlerweile in Sicht.Von heute, Mittwoch an wird zunächst der alte Fahrbahnbelag abgefräst, dann wird fast unmittelbar darauf neu geteert, und bis spätestens Freitag, 7. September, soll der Verkehr dann wieder fließen können.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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