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Hechingen Garten Eden muss erhalten bleiben

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Beim Gottesdienst in Beuren stand diesmal der Umweltschutz im Mittelpunkt. Foto: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

H echingen-Beuren (wb). Ganz im Zeichen der Ökumene und für den Erhalt unserer Erde: so könnte das zusammengefasst werden, was sich am Sonntagvormittag beim "Gottesdienst im Grünen" ereignet hat. Es war ein Gottesdienst mit Vortrag und Predigt, Gebet und Fürbitten, mit gemeinsam gesungenen Liedern und Live-Musik. Die Kollekte ging an die Hechinger Ortsgruppe des Naturschutzbundes.

Seit vielen Jahren schon ist der luftige Gottesdienst nahe dem Sportplatz fester Bestandteil der Ökumene in der Gesamtstadt. Auch dieses Jahr sollte er dort auf der Beurener Heide stattfinden. Doch wegen dunkler Wolken wurde er kurzerhand ins Innere der Kirche Johannes der Täufer verlegt, deren Bankreihen voll besetzt waren.

Sogleich stimmte die gut aufgestellte Kapelle des Schlatter Musikvereins unter der Leitung von Julius Hauth das von der Gemeinde mitgesungene Lied "Geh aus, mein Herz.

Viele weitere Personen haben mit ihrem Einsatz zu einem guten Gelingen des Gottesdienstes gesorgt. In geistlicher Hinsicht waren es Pfarrer Horst Jungbauer von der evangelischen und Diakon Karl-Heinz Schäfer von der katholischen Kirchengemeinde, die den Gottesdienst gestalteten. Keine leichte Kost: Beginnend mit einer Dialogpredigt aus der Schöpfungsgeschichte respektive Genesis aus der Heiligen Schrift fielen die Passagen auf, in denen der Erhalt unserer Erde, also die durch Gott gegebene Schöpfung durch die Menschheit gefordert wird.

Ein klarer Auftrag, wobei Jungbauer mit Bezug auf die heimische Alb deren Entstehung (Schwäbisches Meer, verschiedene Juraformen) im Laufe der Jahrmillionen erörterte. Am Beispiel der durch den Menschen verursachten Erderwärmung, aber auch der Anhäufung von Mikroplastik besonders in den Weltmeeren forderte er die Bewahrung des "Garten Eden".

Schäfers Herangehensweise zum Thema war zunächst sein "Wintermärchen", als er die zwei Ordensschwestern aus Burundi, die nach Hechingen kommen sollen (wir berichteten) mit dem Auto nach Freiburg brachte, und die beim Anblick des verschneiten Schwarzwalds geradezu in Verzückung gerieten.

Der Diakon zitierte aus dem Werk "Haben und Sein" von dem Psychoanalytiker Erich Fromm und resümierte seine Auslegung mit einer Forderung: "Seien wir Menschen, die nicht nach dem Haben streben", und beschwichtigte, dass es Hoffnungszeichen gebe – etwa das Volksbegehren in Bayern zugunsten der Bienen.

Vom Nabu sprach ein Trio um den Vorsitzenden Gerd Rominger, der in seinen Ausführungen auch die Umweltverschmutzung thematisierte und von der eigenen Arbeit berichtete. Er dankte für die finanzielle Unterstützung und las ein passendes, eigens formuliertes Gebet von der Kanzel aus vor. Die Kirchgänger bedachten es mit intensivem Applaus und verließen letztlich nachdenklich und auch diskutierend das Gotteshaus.

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