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Hechingen Fürstengarten soll Kunstwerk werden

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Vorbild für den Schattengang im Fürstengarten ist der Hainbuchen-Tunnel im Park von Schloss Lindenhof in Bayern. Foto: Vogt

Hechingen - Rund um die Villa Eugenia soll der Park bald wieder in altem Glanz erstrahlen. Die Mitglieder des Bauausschusses sind vom Konzept begeistert. Nun müssen nur noch die Bürger begeistert werden.

"Ein ausgereiftes Kunstwerk" sei der Fürstengarten gewesen. Und das soll er laut Landschaftsarchitekt Albrecht Schaal auch wieder werden. Seine Pläne für das Pflegekonzept des Fürstengartens stellte er am Donnerstagabend im Bauausschuss vor. Die kamen gut an.

In fünf Umsetzungsphasen sollen 1384 Bäume gepflanzt werden und 155 Bäume weichen. Generell sollen neben der Bepflanzung die Spazierwege im Mittelpunkt stehen. Davon habe es früher mehr gegeben. Schaal richtet sich dabei nach einem Plan aus dem Jahr 1861. Er selbst hatte sich als Student 1988 mit dem Fürstengarten beschäftigt. "Ich kenne jeden Baum schon persönlich", meinte er.

Albrecht Schaal versichert: "Es wird kein Euro umsonst ausgegeben"

Die Vorgabe sei jedoch den Plan von einst nicht zu kopieren, sondern sich anzunähern. Prinzipiell gelte "Qualität vor Quantität". Dem Ausschuss präsentierte er zehn Leitgedanken (siehe Info). Unter anderem sei es dringend notwendig, den repräsentativen Bereich vor der Villa Eugenia wieder herzustellen. Außerdem sei Wasser ein zentraler Punkt. Den zwei Brunnen soll größere Bedeutung zukommen und davon sollen dann vor allem die Fledermäuse profitieren.

Die Kosten betragen etwas mehr als eine Millionen Euro – verteilt auf fünf Jahre. Schaal ist sich sicher: "Es wird kein Euro umsonst ausgegeben." Große Hoffnungen auf Zuschüsse gebe es laut der Ersten Beigeordneten Dorothee Müllges nicht. Und was ist mit den Betriebskosten, wollte Gemeinderätin Almut Petersen wissen. Die wären "nicht mehr als heute", so Schaal. Ein wenig aufwändiger sei die Pflege des Tunnelgangs. Über Details könne man sich hier noch einmal unterhalten.

Gemeinderat Rolf Ege wollte wissen, ob sich das Projekt auch im Vorfeld visualisieren lasse. "Dass man es sich besser vorstellen kann", so Ege. Doch Schaal meinte, es sei eher nicht möglich. Sinniger wäre es für ihn, wenn man den Bürgern das Projekt im Fürstengarten erklären würde. "Das Bild entsteht vor Ort", sagte Schaal. Ege wollte außerdem wissen, was Schaal davon halte, die Hecke am Fürstengarten zu versetzen – zwecks Schaffung von Parkplätzen. "Das wäre ein Verbrechen", so Schaal.

Die Freude im Gremium über das Pflegekonzept war in jedem Fall groß. "Das ist ein unheimlicher Schatz", sagte beispielsweise Gemeinderätin Regina Heneka. Sie fand auch die Idee gut, dass sich die Bürger bei Vor-Ort-Terminen ein genaueres Bild machen sollen. Ein anderes Anliegen hatte Almut Petersen.

"Es ist unser Park", sagte sie, "können wir ihn auch noch für Feste nutzen?" Das wird laut Schaal kein Problem darstellen. "Klar können sie weiter feiern", sagte er.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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