Wäschehersteller baut 16 Arbeitsplätze ab / Sozialfonds / Wachstum ist das Ziel
Hechingen. Der Wäschehersteller Jockey stellt sich derzeit neu auf. Das Unternehmen streicht 16 Arbeitsplätze, legt aber ein "Bekenntnis" zum Standort Hechingen ab.
Das mehr als 130 Jahre alte Wäscheunternehmen mit Zentrale in Kenosha (USA) stelle derzeit die Weichen neu, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Hechingen bleibe Hauptsitz in Europa. "Nach intensiver Marktanalyse stellen wir uns für eine erfolgreiche Zukunft in einem sich schnell verändernden Marktumfeld neu auf", so Timothy Wheeler, Präsident der "In-ternational Division".
Nach der Insolvenz des deutschen Lizenznehmers Volma Wirkwaren GmbH im Jahr 2003 hatte das US-Unternehmen am Standort Hechingen die Europazentrale eingerichtet. "Im ersten Schritt ging es uns darum, Jockey wieder ein einheitliches Gesicht zu geben und an die Prozesse in den USA anzubinden. Das ist uns sehr gut gelungen", so Wheeler.
Im zweiten Schritt sei es Ziel, das Unternehmen auf dem deutschen Markt "wieder auf die Überholspur" zu bringen und die Anteile auf dem europäischen Markt auszubauen. Um das zu erreichen, setze die Zentrale auf drei Säulen: ein kompetentes Führungsteam, das sich auf Deutschland und Europa konzentriere, eine neue zeitgemäße und flexible Unternehmensstruktur mit flachen Hierarchien und erweiterten Synergien sowie Investitionen in Produkt, Marketing, Service und Handelskonzepte.
Michael Dodt ist als "General Manager Europe" für die Umsetzung der strategischen Geschäftsziele verantwortlich. "Michael Dodt bringt als international erfahrener Experte und Europäer alle Voraussetzungen mit, um Jockey die nötigen Impulse zu geben", so Wheeler weiter. Produktchef ist Jens Noll (33). Die Neustrukturierung der Bereiche Vertrieb, Operation und Logistik markiert die zweite zentrale Weichenstellung für die Zukunft.
Mit dem Umbau der Unternehmensstruktur zu einer effizienteren Organisation werden 16 Stellen bis zum Jahresende abgebaut. "Jeder der betroffenen Mitarbeiter hat sich um Jockey verdient gemacht, und wir nehmen unsere soziale Verantwortung sehr ernst", so Wheeler. Entsprechend der Philosophie des familiengeführten Unternehmens sei ein Fonds aufgelegt worden. Mit dem Geld aus dem Fonds werde jeder Mitarbeiter bei seiner Zukunftsplanung individuell unterstützt.