Ein Händedruck, den Franz Ermantraut nicht so schnell vergessen wird: Annette Widmann-Mauz hat ihm soeben das Bundesverdienstkreuz überreicht. Foto: Huger

Vorsitzender der Irma-West-Gemeinschaft erhält Deutschlands höchste Auszeichnung.

Hechingen - Er bekam Deutschlands höchste Auszeichnung: Der Vorsitzende der Irma-West-Gemeinschaft blieb bei der Übergabe vor der Villa Eugenia trotzdem einmal mehr bescheiden.

"Wie das? Was habe ich angestellt? Habe ich das verdient?", schilderte Franz Ermantraut seine ersten Gedanken, nachdem er im Februar von seiner Auszeichnung erfahren hatte. Antworten auf diese Fragen lieferten Philipp Hahn, Erster Beigeordneter der Stadt, und die parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz beim Festakt vor der Villa Eugenia am Mittwochnachmittag.

Widmann-Mauz überreichte Ermantraut das Bundesverdienstkreuz und sprach zuvor von einem "Mann vieler guter Taten". Ermantraut sei ein Mensch mit beständigem Schaffensdrang und er habe "die einzigartige Fähigkeit, Menschen zu begeistern".

Die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten sei lang. Als Beispiele nannte Widmann-Mauz sein langjähriges Wirken beim TSV Boll, seine kommunalpolitischen Tätigkeiten und auch sein "Lebenswerk", die Arbeit in der Irma-West-Gemeinschaft.

"Ein Stück Lebensqualität"

Philipp Hahn sagte in seiner Laudatio, dass Hechingen Franz Ermantraut "ein Stück Lebensqualität" zu verdanken habe. In Anbetracht der Gästeschar verwies er auf Ermantrauts Weggefährten: "Wer so lange ehrenamtlich aktiv ist, hat viele."

Und alle waren sie gekommen. Neben der Staatssekretärin und Landrat Günther Martin Pauli waren Kreis-, Stadt- und Ortschaftsräte sowie Vertreter der Vereine und der Kirche anwesend – nicht zu vergessen die Familie.

Franz Ermantraut gab sich in seiner Dankesrede gewohnt bescheiden. "Eine beispielhafte Leistung des Teams" nannte er die erfolgreiche Arbeit der Irma-West-Gemeinschaft. Man habe an einem Strang gezogen. Die Auszeichnung sei nicht nur auf sein eigenes, sondern auf das ehrenamtliche Engagement vieler zurückzuführen.

Ein besonderer Dank galt seiner Frau. "Ein pulsierender Mann, braucht eine noch pulsierendere Frau", so Ermantraut. Sie habe die Gabe gehabt, ihn aufzurichten, wenn es mal nicht so lief, wie er es sich vorgestellt hatte.

Zwischen den einzelnen Festreden spielte das Saxophonensemble der Musikschule. Als besondere Überraschung marschierte schließlich auch der Fanfarenzug der Irma-West-Gemeinschaft ein.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: