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Hechingen Erlebnisse von Elisabeth Nerz

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Der Autor Günter Nerz hat ein Buch über seine Großmutter, die zu Lebzeiten in Beuren wohnte, veröffentlicht.Foto: Keidel Foto: Schwarzwälder Bote

Wie hat seine Großmutter Elisabeth Nerz, damals in Beuren wohnhaft, die Zeit während und nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg erlebt? Ihre Erlebnisse schrieb sie auf, und ihr Enkel Günter Nerz hat sie in einem Buch zusammengefasst.

Hechingen-Beuren/Burladingen-Hausen. "Niemals stirbt die Erinnerung" lautet der Titel dieser Kurzbiografie (191 Seiten) über das Leben von Elisabeth Nerz, geborene Schuler. Das Buch ist eine Sammlung von Gedichten, Berichten, Bleistiftzeichnungen und Fotos und "ein kleines bisschen mehr" aus ihrer Lebensgeschichte.

Elisabeth Nerz wurde in Schlatt geboren und lebte seit dem fünften Lebensjahr in Beuren. Gestorben ist sie 1990 im Alter von 89 Jahren. 30 Jahre später hat nun ihr Enkel Günter Nerz, Geschäftsführer der gleichnamigen Funktechnikfirma im Burladinger Stadtteil Hausen, einen Teil der in einer Pappschatulle ruhenden Texte in einem Buch veröffentlicht.

Seine Großmutter, die er knapp 28 Jahre miterlebt hat, war wie viele andere in jener Zeit "Akteurin, Kämpferin und Leidtragende" dieser Schicksalsjahre, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie wirkte und stand in der Zeit ihres Lebens in großem Maße für ihren kleinen Heimatort ein. Die Verkehrsanbindung war damals schlecht und machte die Grundversorgung, die medizinische Betreuung, die Arbeitsplatzsituation und die Infrastruktur zu einem großen Problem.

Neben zwei Kindern hat sie auch noch drei Vollwaisen erzogen

In all diesen schwierigen Jahren war Elisabeth Nerz in ihrem Ort eine Institution. Ein Mensch, der durch sein Schaffen zum Wohl seiner Mitmenschen gelebt habe, so beschreibt Günter Nerz seine Großmutter. Sie sei selbstlos, gemeinnützig, hilfsbereit und weltoffen gewesen.

Neben einer eigenen Tochter (Hildegard) und einem Sohn (Helmut) nahm sie in frühen Jahren auch noch drei Vollwaisen ihrer älteren Schwester auf und führte sie zu gestandenen Menschen. Ihre Mutter starb übrigens drei Tage nach ihrer Geburt und ihr Vater, als sie gerade einmal vier Jahre alt war.

Während des Krieges verlor sie ihren Ehemann Xaver und musste fortan die Familie alleine über die Runden bringen. Weitere Schicksalsschläge säumten ihren Weg und so gab ihr die Arbeit im dörflichen Umfeld sowie der Glaube an Gott die nötige Kraft um diese schweren Zeiten zu meistern.

Sie fand Erfüllung in ihren Gedichten. Viele in Mundart, manche auch ganz persönlich an ihr nahestehende Menschen gerichtet. Vielfach mit Humor gewürzt, so aber auch jene, mit dem Ernst der Wahrheit zwischen den Zeilen.

Viele soziale, kirchliche und wirtschaftliche Ämter bekleidete Elisabeth Nerz. Der Glaube an das Gute war ihr innerer Antrieb und ließ sie selbst in schweren Zeiten nie zerbrechen, heißt es weiter. Die Würdigungen, die sie von offiziellen Stellen erfuhr, nahm sie bescheiden entgegen. Worte sind vergänglich, aber die Erinnerungen bleiben. Etwas kurios: Am Ende gibt es noch ein kleines Wörterbuch mit schwäbischen Worten ins Deutsche übersetzt.

Literatur liegt Herausgeber Günter Nerz in den Genen. Zuletzt veröffentlichte er einen 240 Seiten umfassenden Lyrikband mit dem Titel "Sehnsucht nach den Inseln der Träume".

Weitere Informationen: Das Buch ist im BoD Verlag erschienen und im Buchhandel (ISBN-Nummer 9783751967204) zum Preis von 31,99 Euro erhältlich. Weitere Infos unter www.gu enternerz.com.

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