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Hechingen Ein kurzes Stück Weg, das viel Gesprächsstoff bietet

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Die Hechinger Unterstadt auf dem Merianstich von 1643. Oberhalb des Lustgartens und der Spittelkirche fließen die Starzel und der Mühlkanal. Der Kegeltorweg führt in die von der Stadtmauer geschützte Oberstadt.Foto: Jauch Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen. In der Unterstadt war und ist viel los. Beim historischen Stadtspaziergang zeigt Führer Rolf Vogt am Samstag, 24. Oktober, um 14.30 Uhr die diversen Schauplätze Treffpunkt ist der Park an der Ecke von Kegeltorweg und Neustraße nahe der Schützenbrücke. Veranstalter der Stadtführung ist der Hohenzollerische Geschichtsverein.

Der Weg ist kurz und eben, doch auf ihm gibt es viel zu erzählen. Das ramponierte Siegesdenkmal des Kriegs von 1870/71 steht dort, wo Renaissance-Graf Eitelfriedrich Forellen züchtete. Am früheren Mühlkanal entlang nähert sich die Führung Hechingens erstem Industriegebiet, wo Gerber und Seifensieder ihr Handwerk ausübten. Mittelpunkt des Viertels war die Stadtmühle, die eine lange Vergangenheit und eine eher trostlose Gegenwart hat. Über die Johannesbrücke und am Standbild des Brückenheiligen Nepomuk vorbei führt der Spaziergang auf das nördliche Starzelufer zur Spittelkirche mit ihren Renaissance- und Barock-Altären und zum Pfründehospital, Hechingens erstem Seniorenheim.

Das ehrwürdige Marienheim gleich daneben geht zurück auf die Anstrengungen des Kaiserreichs, die soziale Frage zu lösen. Die Einrichtung war anfangs Arbeiterspeiseanstalt und half als Volksküche im vorigen Jahrhundert mehrmals, Hunger und Not zu lindern.

Bei der Volksbank Hohenzollern-Balingen erinnert nur noch wenig an die Vergangenheit. Dort stand früher das Schlachthaus und noch früher ein Zeughaus. Das Gelände markiert den Beginn des Hofgartens, der vor 400 Jahren als Renaissance-Park errichtet wurde, und mit Rennplatz, See, Lusthaus, Volieren und laubüberdachten Gängen alle Wünsche fürstlicher Freizeitgestaltung erfüllte. Aus dem Park ist heute ein Parkplatz geworden.

Ziel der Wanderung ist die Schützenbrücke, die ebenso wie Hugobrücke und Johannesbrücke unterwegs Gelegenheit bietet, über die Verkehrsführung in Hechingen nachzudenken. Bis in das 18. Jahrhundert war die Martinstraße der normale Weg in die Stadt, nach dem Bau der Johannesbrücke mussten sich die Fuhrwerke ein Jahrhundert lang die Staig hinauf quälen. Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte die Schützenbrücke den Bau der ersten Umgehungsstraße. Der Rüstungsbetrieb, in dem im und nach dem Zweiten Weltkrieg geheimnisvolle Wunderwaffen gebaut wurden, der Luftschutzstollen am Zwingel und zwei Mordfälle aus jüngerer Vergangenheit deuten an, dass der Gesprächsstoff auf der kurzen Wanderung fast unerschöpflich ist.

Weitere Informationen: Wer teilnehmen will, meldet sich per E-Mail an anfrage@hohenzollerischer-geschichtsverein.de oder telefonisch dienstags von 9 bis 11.30 Uhr unter Telefon 0176/88 40 65 40 an.

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