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Hechingen Echter Geheimtipp für Musikfreunde

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Beim Konzert des Streichorchesters "Musica Salutare" in der St. Nikolaus Kirche gab es eine Begegnung von Tradition und Moderne in klingender Form. Foto: Beyer Foto: Schwarzwälder Bote

Tradition und Moderne im Schulterschluss: Eine derartige Begegnung in klingender Form ergab sich am Sonntag beim neuerlichen Auftritt des beliebten Streichorchesters "Musica Salutare" in der St. Nikolaus-Kirche.

Hechingen-Boll. Wie schon in den Vorjahren ist diese Veranstaltung so etwas wie ein Geheimtipp für Musikfreunde. Aber auch für gläubige Christen, die zur Weihnachtszeit hier noch mal in spiritueller Hinsicht auftanken können.

Dieses Mal fand es nicht wie in den Vorjahren vor dem Jahreswechsel statt, worauf Martin Seiler bei der Begrüßung einging. Er glänzte gleich zu Anfang mit seinem schallenden Klang auf der in Es gestimmten Solotrompete, die für die gute Akustik vom hohe Kirchenschiff wie geschaffen war. Und zwar in einem von dem legendären französischen Trompeter Maurice André (1933-2012) arrangierten Konzert für Trompete, Streicher und Basso Continuo von Tomaso Albinoni (1671-1751), welches ob seiner herrlichen melodischen Verzierungen wie auch etlichen Trillern so gut gefällt.

Seiler oblag auch die Moderation des abendlichen Konzerts mitsamt den geistlichen Impulse respektive Erklärungen zu den aufgeführten Werken. Wie die Einführung zu einem Werk, das neben den aufgeführten aus der Zeit des Barock und der Romantik in völlig anderer Formgebung erklang. Es war der doch recht zügig-schnell interpretierte Satz "Allegro ma non troppo" aus dem Divertimento für Streichorchester von Bélá Bartok (1881-1945), einem ungarischen Komponisten, Pianisten und Musikethnologen, der als bedeutender Vertreter der Moderne gilt. Das Stück wies so manche tänzerische Elemente vor, wies andererseits aber auch eine Ode an die Heimat des in die USA emigrierten Tonschöpfers vor – wobei die Klangsprache mit Intervallreibungen und atonalen Elementen bereits dem Genre Neue Musik zuzuordnen ist.

Neben einer beachtenswerten Fassung von Chopins erstem Klavierkonzert war wie in jedem Jahr die "Improvisation" ein Höhepunkt im Klanggeschehen. Die befasste sich thematisch – auch in den Wortbeiträgen – mit der Offenbarung nach Johannes in der Heiligen Schrift und wucherte in Abwechslung und Klangdichte in dem von Adelheid Abt als Erste Violinistin geleiteten Orchester nur so – die reinste musikalische Diversität.

Wie in den Vorjahren oblag Pete Beck als Initiator des beliebten Konzerts die Gästebegrüßung, in der er um Entschuldigung für die Situation im Innern der Kirche bat. Denn im Haupteingangsbereich liegen etliche hölzerne Orgelpfeifen und weitere Teile vom Gewerke herum, weshalb dieser zur Zeit nicht zugänglich ist. Grund sei die gegenwärtige Renovierungsaktion der Orgel, so Beck.

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