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Hechingen Diskussion über kostenlose Fahrten

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Die Busfahrkarten sollen während der Umbauphase des Obertorplatzes nur einen Euro kosten. Foto: Huger Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bunte Liste hatte den Antrag gestellt, für die Dauer des Obertorplatzumbaus einen kostenlosen Nahverkehr einzurichten. Der Vorschlag kam im Verwaltungsausschuss zwar gut an, wurde aber letztlich in dieser Form mehrheitlich abgelehnt.

Hechingen. Kostenloses Busfahren – das wäre mal eine "spektakuläre Aktion", wie Bürgermeister Philipp Hahn am Donnerstagabend im Verwaltungsausschuss sagte. Und so weit war das Gremium gar nicht weg von dieser Lösung. Schließlich gab es Lob von allen Seiten für den Antrag der Bunten Liste, dass es während der Umbauzeiten am Obertorplatz einen kostenlosen Nahverkehr geben soll.

"Das hat sehr viel Charme", sagte beispielsweise Gemeinderat Lorenz Welte (CDU). Auch Werner Beck (Freie Wähler) lobte den Vorstoß der Bunten Liste. Er meinte gar, dass der "Stadtverkehr for free" als einziges eine "Leistungswirkung" habe.

Doch am Ende stand doch die Ernüchterung: 13 Gegenstimmen lautete das Ergebnis im Ausschuss. Jürgen Rohleder von der Stadt Hechingen hatte ausgeführt, dass eine Umsetzbarkeit ohnehin nicht möglich wäre, da der Verkehrsverbund Naldo Änderungen fürs Folgejahr bereits im Juli benötigt, um planen zu können. Zudem hatte Frank Wiest vom Busunternehmen "Wiest + Schürmann" erklärt, dass im Falle des kostenlosen Angebotes Fördergelder "von mehreren hunderttausend Euro" verloren gehen würden.

Letztlich stimmten die Ausschussmitglieder für die Ein-Euro-Lösung mit Gutscheinen (wir berichteten). Jeder Fahrgast soll für die Dauer der Umbauarbeiten am Obertorplatz also nur einen Euro pro Fahrt bezahlen.

Gemeinderat Hannes Reis (Bunte Liste) meinte dazu: "Eine Tarifsenkung wird nicht die Wirkung haben, die man sich verspricht." Die Autofahrer würden aufgrund des billigeren Fahrpreises nicht plötzlich auf den Bus umsteigen. Man müsse sich überlegen, wie es in Hechingen in zehn Jahren sein soll. Er meinte außerdem, dass es Städte gebe, die einen kostenlosen Nahverkehr umgesetzt haben und nun doppelt so viele Fahrgäste haben.

Gemeinderat Jürgen Fischer (SPD) forderte, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) grundsätzlich zu überdenken. Das Konzept sei 25 Jahre alt. "Was wir jetzt beschließen, können wir unter Umständen nicht mehr einfangen", mahnte Fischer.

Lorenz Welte forderte hingegen, dass die Ein-Euro-Lösung nicht befristet werden solle. Daraufhin erklärte Bürgermeister Philipp Hahn, dass man sich dies vorbehalte, jedoch zunächst evaluiere, wie sich die Fahrgastzahlen während der Umbauzeit des Obertorplatzes entwickeln.

Das letzte Wort hat wie immer der Gemeinderat. Doch das Thema kostenloser ÖPNV dürfte erst einmal vom Tisch sein. Allein der mittwöchliche Pendelverkehr von der Stettener Festhalle und vom Weiher zum Marktplatz wird wohl für drei Monate kostenlos sein (wir berichteten) – das Projekt soll nun so bald wie möglich starten.

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