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Hechingen Der Tote hängt auf der Burgkanone

Von
Silke Porath. Foto: Schwarzwälder-Bote

Hechingen. Geschafft. Hechingen hat jetzt seinen eigenen Krimi-Mord. Der Tote hängt auf der Kanone im Hof der Zollerburg. Jochen Schädle sucht den Mörder.

Die kriminelle Kurzgeschichte bildet das stattliche Ende einer Serie von Mordtaten, die der bandscheibengeplagte Polizeikommissar aus Rottweil in langen Jahren aufgeklärt hat. Jetzt geht er mit 60 Jahren in den Vorruhestand. Weil ihm das gewaltig stinkt, tritt er aufs Gaspedal und fährt aufs Geratewohl durch das Land. Die Tour führt nach Donaueschingen, Tuttlingen, Fridingen, Beuron, Spaichingen, Trossingen, Rottweil, Schömberg, Dotternhausen und Balingen, dann steht Schädle vor der Burg Hohenzollern. Ein alter Fall kommt ihm in Erinnerung. Der Tote hing damals auf der Kanone und hatte im Brielhof logiert. Die Spur führt direkt auf den Golfplatz. Schädle findet den Mörder.

Ausgedacht hat sich die Geschichte, die Hechingen erstmals in der mittlerweile langen und reichhaltigen Ära des Regionalkrimis zu literarischen Ehren führt, Silke Porath aus Balingen. Die 43jährige Krimi-Autorin und "Schreibtrainierin" hat jetzt mit Sören Prescher aus Nürnberg im Gmeiner-Verlag in Meßkirch den Sammelband "Wer mordet schon zwischen Alb und Donau?" veröffentlicht. Er verspricht elf Krimis und 125 Freizeittipps auf 280 Seiten.

Die Freizeittipps unterbrechen etwas behäbig die mörderische Folge von Tatorten und Lenkrad-Erinnerungen, sind glücklicherweise aber kurz gehalten. Geheimtipps, wie vom Verlag versprochen, sind sie auch nicht gerade und prickelnd erst recht nicht, wenn es beispielsweise heißt, Kronprinz Friedrich Wilhelm habe die Burg Hohenzollern neu erbaut, Killer trage seinen Namen von einem Fluss mit Namen Killer, und Heisenberg sei mit den Atomforschern nach Haigerloch ausquartiert worden. Auch dass Trossingen im Buch Trosslingen heißt, mag nicht unbedingt zu den Ruhmestaten von Verlag und Lektor zählen. Aber die Krimis sind nicht zu verachten.

Rolling-Stones-Fan Jochen Schädle ist ein Kommissar, der zwischen Alb und Donau fast 30 Jahre lang jeden Mörder zur Strecke gebracht hat, der ihm über den Wegg gelaufen ist. Oder sich vor ihm versteckt hat. Zusammengekommen ist eine Menge teils skurriler Fälle. In Schömberg liegt ein Mann mit Heckenschere im Herz auf dem Bürgersteig, und in Balingen verfängt sich der Tote im Eyach-Wehr. In Dotternhausen sind trickreiche Polen am Werk. Alle Geschichten zeigen, dass die Autoren gute Erzähler sind und findige Pointen auf Lager haben. Allemal was für einen gemütlichen Abend. Vielleicht sogar ein Geheimtipp?

DAS BUCH: Sören Prescher und Silke Porath: Wer mordet schon zwischen Alb und Donau? Der kriminelle Freizeitplaner: 11 Krimis und 125 Freizeittipps. Gmeiner-Verlag. Meßkirch 2014. 280 Seiten. ISBN 978-3-8392-1581-4. 9,99 Euro.

 
 

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Klaus Stopper

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