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Hechingen Der einzigartige Charme der Oldtimer

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Wie eine Schmeichelei für den Fahrer: das Modell DKW 1000 AU der Autounion (heute: Audi), Baujahr 1963. Georg Lohmüller verbindet mit diesem Auto ganz besondere Erinnerungen. Und natürlich: Auch er freut sich schon auf die Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Oldtimermuseums am Samstag. Foto: Kauffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Das Oldtimermuseum feiert den zehnten Geburtstag – Zeit, um in nostalgischen Erinnerungen an die Zeit zu schwelgen, als Autos noch "Gesichter" gehabt haben. Mitgründer Georg Lohmüller spricht über seine Leidenschaft für die alten Karossen.

Hechingen. Im Oldtimermuseum liegt der Geruch von Motorenöl in der Luft, ein blauer Opel Commodore von 1967 reiht sich an einen schwarzen Mercedes Benz 170. Nur eine Hand voll dieser Modelle gibt es noch, im Oldtimermuseum können Besucher sie bestaunen. Und dort stehen noch mehr alte Karossen, mit denen Oldtimer-Liebhaber Georg Lohmüller besondere Erinnerungen verbindet: Es muss mit zehn Jahren gewesen sein, da entdeckt der Bisinger in der Hauptstraße ein Auto, dessen Charme ihn bis heute in den Bann zieht. Es ist das Modell "DKW 1000 AU" vom Hersteller Autounion (heute: Audi). Beim Vor-Ort-Termin im Museum steht Lohmüller neben dem Schmuckstück, und die Worte sprudeln auch ohne Nachfragen: "Dieses Auto hat noch ein Gesicht", so hübsch wie das schöne Gesicht einer Frau, so unverwechselbar, mit runden Formen, so galant wie ein Kompliment an den Fahrer, der hinter dem Steuer Platz nehmen darf.

"Schon aus 150 Metern Entfernung hat man damals die Automodelle unterscheiden können", sagt er, um klarzustellen: Heute sehen doch alle Autos irgendwie ähnlich, wenn nicht sogar gleich aus. Vollgestopft mit Elektronik, mit Fahrspurassistenten, digitaler Reifendruckkontrolle und und und. Nichts für Lohmüller: Er ist ein eingefleischter Oldtimer-Fan. Wenn er mit seinem Mercedes Ponton, Baujahr 1955, einkaufen geht, zieht er die Blicke auf sich. Und die 3000 Kilometer lange Rundreise durch Italien mache das Auto mit Faltdach auch locker mit.

Lohmüller: "Ich kann jedem empfehlen, dass er sich den Spaß reinzieht und Oldtimer fährt." Außerdem: Diese Autos seien einfach unverwüstlich. Weniger Elektronik und weniger Kabel machten die Autos weniger anfällig. "Die Autos fahren auch in 50 Jahren noch, da bin ich überzeugt." Wer heute einen Neuwagen kauft, der brauche schon Glück, wenn er diese Leistung aus seinem Wagen herausholen will.

Und was kostet so ein Oldtimer? Den "DKW 1000 AU" zum Beispiel, eine Leihgabe für das Oldtimermuseum, verkauft der Besitzer für 12 000 Euro. Baujahr: 63. 50 PS unter der Haube und 133 021 Kilometer auf dem Zähler. Ein straßentaugliches Auto mit schlappen 50 PS? Klar! "Ein Golf 1 hatte noch 800 Kilo, kaum ein Auto hier wiegt eine Tonne. Das sind 50 PS früher wie heute 100 PS."

Lohmüllers erstes Modell? Ein knallgelbes Käfer-Cabrio

S einen ersten Oldtimer hat Lohmüller übrigens 1984 gekauft. Ein gelbes Käfer-Cabrio. Für seine damaligen Verhältnisse ziemlich teuer, "aber potthässlich", sagt er lachend. Er hat es verkauft, "leider". Fast 25 Jahre später ist er einer der Mitgründer der Oldtimerfreunde Zollernalb.

Zusammen mit Karl-Heinz Baumeister und Josef Lerner hat er das Oldtimermuseum am Freitag vor zehn Jahren eröffnet. Dieser Geburtstag soll nun gebührend gefeiert werden, mit den Hits von Elvis, Chuck Berry und Bill Haley neben einem Cadillac, mit einem gefühlten Hauch Wirtschaftswunder und den nostalgischen Erinnerungen an die Autos aus einer Zeit des Aufbruchs in eine verheißungsvolle Zukunft.

Die Oldtimerfreunde Zollernalb laden ein zu ihrer großen Geburtstagssause mit Rock'n' Roll-Nacht am Samstag, 15. Juni. Geboten wird Rock'n'Roll aus den 50er- und 60er-Jahren im Oldtimermuseum, Obere Mühlstraße 7 in Hechingen, mit der Band "Betty Sue & The Hot Dogs". Die Musiker versprechen, ihre Zuhörer zurückzubringen in die Zeit von Jerry Lee Lewis, Conny Francis, Peter Kraus und vielen mehr. Stimmungsvolles Ambiente ist garantiert. Los geht die Party um 20 Uhr, Einlass ist bereits um 19 Uhr. Die Tickets kosten zehn Euro (ein Verzehrgutschein ist inbegriffen). Einen Vorverkauf gibt es nicht.

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