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Hechingen Der Biber kehrt zurück

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Aufgetaucht: Der Biber kehrt nach Hechingen zurück. Der erste Nager wurde schon gesichtet, allerdings tot. Das Landratsamt geht davon aus, dass die weiteren Artgenossen aber nicht lange auf sich warten lassen. Foto: SB-Archiv

Hechingen - Der Biber kehrt zurück nach Hohenzollern, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Dies erklärt der Fachbeauftragte des Zollernalbkreises, Heinz-Dieter Wagner, in Hechingen.

Er hielt gestern im Rahmen des Tags der Gewässernachbarschaft einen Vortrag zum Thema "Der Biber – ein alter Bekannter kehrt nach Hause zurück". Der Biber ist Europas größtes und nach dem Bundesnaturschutzgesetz auch streng geschütztes Nagetier. Nun wurde dieses Tier im Mai auch wieder in Hechingen gesichtet – allerdings tot, überfahren im Kreisverkehr am Kaufland.

Da es im ganzen Zollernalbkreis schätzungsweise nur zehn bis 20 Biber gibt, so Wagner, wäre es wichtig diese Tiere zu schützen. Nach einer fast 100-jährigen biberfreien Zeit – der Mensch hatte den possierlichen Nager ausgerottet – wurden die Tiere 1965 erstmals wieder in Bayern gesichtet. Von dort aus kamen sie vermehrt durch die Donau und ihre Zuflüsse in den Zollernalbkreis. In Ratshausen, Nusplingen, Oberdigisheim, Straßberg und Onstmettingen haben sich schon richtige Kolonien gebildet. Dort kam der Biber schon öfters dem Hochwasserschutz in die Quere, was auch hier in Hechingen und Umgebung der Fall sein könnte, wenn er sich erstmal ansiedelt.

Aufstellen von Fallen verboten

Biber verändern Landschaften und stauen nicht nur das Gewässer, sondern können durch das Graben von Wohnhöhlen Hochwasserdämme beschädigen. Daher müssen diese Biber auch umgesiedelt werden, allerdings muss man dies der jeweiligen Naturschutzbehörde überlassen, ansonsten macht man sich strafbar. Ebenso verboten ist das Aussetzen und das Aufstellen von Fallen.

Je früher die Naturschutzbehörde von einem Biber erfährt, desto schneller können die Mitarbeiter handeln und den Schaden so gering wie möglich halten. Das Umsiedeln des Bibers ist keine einfache Angelegenheit. Wie Wagner erzählt, haben sie zuletzt in Onsmettingen einen Biber zwangsweise in ein neues Zuhause verfrachten müssen, der es sich in einem Regenkanal gemütlich gemacht hatte (wir berichteten).

Ein friedliches Zusammenleben, bei dem aber immer der Hochwasserschutz den Vorrang hätte, wäre laut Werner wünschenswert, daher sollte das Landratsamt benachrichtigt werden, sobald ein Biber gesehen wird.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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