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Hechingen Das Ehrenamt stand bei ihm an erster Stelle

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Bernhard Pröpster Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen-Stetten (buc). Im Alter von 93 Jahren verstarb Bernhard Pröpster, Träger der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, der Verdienstnadel der Ortschaftsverwaltung Stetten und der Bürgermedaille der Stadt Hechingen. Seit dem Umzug nach Stetten, setzte er sich im Teilort für die Einwohner, Vereine und Gemeinde ein.

Geboren in Karlsruhe im Jahr 1926, wuchs er in Möhringen bei Tuttlingen auf. Nach Entlassung aus der Schule nahm er eine Lehre bei der Firma Aesculap in Tuttlingen als Feinmechaniker auf.

Bereits 1943 wurde er mit 17 Jahren zum Reichsarbeitsdienst und anschließend zur Wehrmacht eingezogen, entkam durch Flucht der Gefangenschaft in Jugoslawien, wurde dann aber nach seiner Rückkehr nach Möhringen von der französischen Besatzungsmacht festgenommen.

Bis 1949 war er in französischer Kriegsgefangenschaft am Flughafen in Friedrichshafen. In dieser Zeit lernte er seine Ehefrau Dorothea kennen. Inzwischen waren seine Eltern nach Stetten bei Hechingen umgezogen.

Auf seine Initiative wird der Förderverein zum Bau der Mehrzweckhalle gegründet

Als er aus der Gefangenschaft entlassen wurde, kam er zu ihnen nach Stetten zurück, heiratete im gleichen Jahr und so konnten sie vor fünf Jahren ihre Eiserne Hochzeit feiern. Aus seiner Ehe gingen zwei Söhne und zwei Töchter hervor und fünf Enkel.

Nach dem Umzug konnte er in der Schuhfabrik Wolf als Betriebsmechaniker eine Arbeitsstelle bekommen. 1956 bezog die Familie ihr Eigenheim in der Mühlstraße in Stetten. Als Werkmeister stürzte er bei Schweißarbeiten vom Dach des Fabrikgebäudes und war monatelang querschnittsgelähmt. Nachdem er die Arbeit nach mehreren Monaten wieder aufnehmen konnte, standen große Veränderungen in der Fabrik an, die zur Schließung führten. Die Firma Link aus Tieringen errichtete eine Filiale in den Fabrikgebäuden, die von Friedrich Biedermann übernommen wurden, und Pröpster übernahm die Leitung dieser Filiale.

Da er durch den Unfall gesundheitlich angeschlagen war, übernahm er 1969 das Amt des Gemeinderechners in Stetten und unterstützte dabei den Bürgermeister. Nach der Eingemeindung wurde er von der Stadt Hechingen als Gemeindeangestellter übernommen und 1985 in den Ruhestand verabschiedet. Ab 1974 hatte er zusätzlich auch das Amt des Hausmeisters in der neuen Mehrzweckhalle übernommen.

Im bürgerschaftlichen Leben von Stetten war Pröpster Jahrzehnte aktiv tätig. 30 Jahre hatte er in der VdK-Ortsgruppe Stetten das Amt des Schriftführers, dann des Vorsitzenden inne. 20 Jahre lang organisierte er die Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge. In der früheren Gemeinde Stetten gehörte er dem Gemeinderat an. Er war Beisitzer und Kassierer im Vorstand des TSV Stetten, bekleidete im Männergesangverein Stetten die Ämter des Vorsitzenden und deds stellvertretenden Vorsitzenden. Bei den Wanderfreunden Stetten war er Beisitzer.

Pröpsters größte ehrenamtliche Leistung war die Gründung des Fördervereins zu Gunsten des Baus einer Mehrzweckhalle, der auf seine Initiative hin gegründet wurde. So lange der Förderverein bestand, war er dessen Vorsitzender und brachte in dieser Eigenschaft die Volksmarschveranstaltungen nach Stetten, um die Kassen des Fördervereins schnell durch Veranstaltungen aufzufüllen. So konnte er am Tag der Einweihung der Mehrzweckhalle 1974 an den damaligen Bürgermeister Norbert Roth einen stattlichen Betrag übergeben. Während seiner Dienstzeit pflegte er die Halle fürsorglich. Die Einweihung der Halle bezeichnete er als den schönsten Moment seiner ehrenamtlichen Tätigkeit.

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