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Hechingen Coronavirus: Mann von schwangerer Frau sitzt in Tunesien fest

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Maria G. (rechts): Warten, bis der Ehemann mit einem Flieger nach Deutschland kommt. Foto: privat

Hechingen - Die hochschwangere Hechingerin Maria G. ist derzeit von der Corona-Krise betroffen, weil ihr Mann, ein Tunesier, mit dem sie seit Herbst vergangenen Jahres verheiratet ist, in seinem Heimatland festsitzt. "Es ist ein Hoffen und Bangen. Man steht permanent unter Anspannung. Das geht total an die Nerven", schildert sie ihre Gefühlswelt. Die ganze Geschichte lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

"Mein Mann bekam soeben den Anruf vom Konsulat, er muss sofort zum Flughafen Tunis fahren und in einen Flieger einsteigen", freute sich Maria vergangenen Freitag schon auf das lang ersehnte Wiedersehen mit ihrem Mann. Sie war startklar, um mit ihrem Sohn (11) nachts nach Köln oder Düsseldorf zum Flughafen zu fahren.

Doch dann die Hiobsbotschaft: Ihr Mann kam nicht ins Flugzeug. "Die haben wohl priorisiert" vermutet sie. Wer in Tunesien eine Übernachtungsmöglichkeit hat, wurde nicht mitgenommen. So flogen am Freitag wohl nur Pauschalreisende zurück in ihr jeweiliges Heimatland. Allerdings habe sie nun Kontakt zu einer Frau, die im unmittelbaren Kontakt zur deutschen Botschaft steht. Dort werde jeder registriert, wer noch nach Deutschland muss.

Newsblog zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region

Hintergrund ist, dass in Tunesien die Flughäfen offiziell seit 18. März geschlossen sind. "Just an diesem Tag erhielt mein Mann das Familiennachzugsvisum zum ungeborenen deutschen Kind und der Ehefrau", berichtet Maria G. "Wir haben ihn zur Sicherheit beim Konsulat registriert, in der Hoffnung er würde einen Anruf erhalten. Es kamen aber nur zwei Absagen, also hat er auf 6. April einen den Flug nach Deutschland gebucht. Kurz darauf wurde die Einreisesperre über 30 Tage erlassen."

Ihr Mann steht jederzeit bereit, inzwischen hat er auch zwei Formulare, damit er problemlos Fall zum Flughafen fahren kann, schließlich besteht in Tunesien eine Ausgangssperre. Bis zu diesem Tag muss sie notgedrungen via Facebook-Messenger mit ihrem Mann in Kontakt bleiben. "Wir wissen nicht, wann die Nachricht kommt, dass er fliegen kann. Alles bleibt im Ungewissen."

Maria G. hofft nun, dass ihr Mann wenigstens bis zur Geburt des Kindes, der Termin ist um den 20. Mai, bei ihr sein wird. "Aber die Hoffnung schwindet", gibt sie offen zu, denn ein normaler Flug ist würde 7000 Euro derzeit kosten. Und dann muss der Flughafen wieder offiziell offen sein, die großen Fluggesellschaften fliegen erst am 19. April wieder.

Sohn und Opa gehören zur Risikogruppe

Maria G. will sich gar nicht vorstellen, was wäre, wenn sie mit dem Corona-Virus angesteckt werden würde. "Dann wäre ich in der Klinik und könnte meinen Sohn nicht zum Opa bringen, denn beide gehören zur Risikogruppe. Zur Erklärung: Der Opa wegen des Alters, der Sohn aus ihrer ersten Partnerschaft hat Asthma.

Sie will aber ihr Schicksal nicht zu hoch hängen. "Ich bin nur eine von vielen Betroffenen, in Tunesien sitzen Leute am Flughafen, die bei Facebook dazu aufrufen, ihnen jemand essen vorbeizubringen, sie ihre Kinder ernähren. Deutsche sowie in Deutschland lebende Ausländer. Da ist die Hölle los", hat Maria G.’s Mann ihr mitgeteilt.

Alle Deutsche können sich derzeit auf www.rueckholpgramm.de registrieren, damit die Bundesregierung eventuell Flüge organisieren. Bis dahin bleibt Maria G. nur eines bürg: Hoffen und Bangen bis zum Tag X.

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Klaus Stopper

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