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Hechingen Brennende Zigarette an den Hals gedrückt

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Die Angeklagte soll dem Geschädigten eine Zigarette an den Hals gedrückt haben. (Symbolfoto) Foto: dpa

Hechingen/Burladingen - Eine handgreifliche Auseinandersetzung mit einem Gast kommt eine Wirtin aus dem Mittelbereich Hechingen teuer zu stehen: Das Amtsgericht stellte das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung zwar ein, sie muss dafür aber eine saftige Geldbuße bezahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau vorgeworfen, am Fasnetssonntag 2015 in ihrer Wirtschaft eine Auseinandersetzung mit einem Gast gehabt zu haben, in deren Verlauf sie eine brennende Zigarette an dessen Hals ausgedrückt habe.

"Es tut mir leid, dass wir wegen so was überhaupt hier sitzen", sagte die Angeklagte eingangs. Es sei nämlich ganz anders gewesen. Der angetrunkene Gast habe sich daneben benommen, sie habe ihn aufgefordert, das Lokal zu verlassen, aber das habe er nicht befolgt. Sie habe auch gedroht, die Polizei zu holen. Daraufhin habe der Gast gedroht, sie und ihre Kinder zu erschießen, und er habe sie geschlagen. Sie habe während der ganzen Auseinandersetzung ein brennende Zigarette in der Hand gehabt, und mit dieser habe sie ihn am Hals getroffen, als sie den Schlag abwehren wollte. Andere Gäste hätten ihren "Kontrahenten", der seine Drohungen wiederholt habe, fest gehalten, die Polizei wurde gerufen, die den aufgebrachten Gast schließlich nach Hause schickte. Auch in der Zeit danach seien die Bedrohungen weiter gegangen.

"Auf Pöbel aus gewesen"

Der Geschädigte, ein 30-jähriger Burladinger, schilderte das Geschehen anders. Es stimme, dass er an dem Abend in der Kneipe ausgelassen und auch angeheitert gewesen sei, die Aggressivität der Wirtin gegen sich könne er sich jedoch nicht erklären. Sie habe ihn wiederholt wüst wegen seiner Herkunft beschimpft und wollte ihn rauswerfen. Die Wirtin sei stark betrunken und "voll auf Pöbel aus gewesen", erklärte er vor Gericht.

Er gab zu, dass er sich geweigert habe das Lokal zu verlassen, woraufhin sie ihm zweimal die brennende Zigarette an den Hals gedrückt habe. Daraufhin habe er ihr "eine reinhauen" wollen, Kumpels hätten ihn aber davon abgehalten. Der 30-Jährige gab auch zu, die Wirtin als Reaktion auf ihre Beleidigungen verbal bedroht zu haben.

Eine Zeugin, eine Bekannte des Geschädigten, bestätigte, dass die Wirtin diesem die Zigarette mindestens zweimal absichtlich an den Hals gedrückt habe. Sie sei bei der Rangelei mittendrin gestanden, um die Streithähne zu beschwichtigen, und habe von der Angeklagten selbst einen Schlag an den Kopf bekommen. Die Verletzungen am Hals des Opfers habe sie fotografiert.

Richterin Laub glaubte nicht, dass diese Brandwunden Abwehrverletzungen waren. Aber ihr lag sehr daran, die Angelegenheit gerade jetzt, vor der Fasnet, zu beenden und nicht durch weitere Zeugenvernehmungen erneut hochzukochen: "Sie leben schließlich alle im selben Ort". Das Verfahren wurde gegen eine Geldbuße in Höhe von 2500 Euro zugunsten des Frauenhauses eingestellt.

 
 

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