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Hechingen Benzinsprüher hat psychische Probleme

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Wegen Alkoholproblemen soll der Angeklagte laut Gutachter in eine Entziehungsanstalt eingewiesen werden. Foto: Büttner

Hechingen - Am dritten Prozesstag um die Benzinattacke in einem Hechinger Gasthaus am Schlossberg ist der psychiatrische Gutachter vor dem Landgericht zu Wort gekommen. Dabei wurde deutlich: Der des versuchten Mordes und Brandstiftung angeklagte 61-Jährige hat seinen Alkoholkonsum nicht im Griff.

So ist er unter anderem wegen Körperverletzungen - stets im Rausch - mehrfach vorbestraft, hatte schon mehrere Male den Führerschein abgenommen bekommen. Seine Ehe zerbrach an seiner Trunksucht, die Folge war, dass er noch mehr schluckte.

Angeklagter leidet an "Kontrollverlust" und "Depressionen"

Es folgten Herzprobleme, Arthrose und ein missglückter Selbstmordversuch mittels Tabletten. Hinzu komme bei dem Mann, so der Sachverständige, dass dieser erlittene Demütigungen nur schwer hinnehmen und nicht vergessen könne. So muss es wohl auch am 2. Februar dieses Jahres gewesen sein, als der Wirt einer Gaststube in der Hechinger Schlossackerstraße den betrunkenen Mann auf die Straße gesetzt hatte. Das nahm dieser dem Kneipier krumm und kehrte daraufhin mit einer Benzinflasche zurück, um Gastwirt und -hof mit dem Brennstoff zu bespritzen.

"Kontrollverlust", "Depressionen", führte der Psychiater an und urteilte, dass der Angeklagte nicht belehrbar sei, obwohl "eine Demenz noch nicht erreicht" sei. Er attestierte dem 61-Jährigen zwar "paranoide Ansätze", stufte ihn jedoch gleichwohl als schuldfähig ein.

Der Sachverständige riet dem Gericht, den Angeklagten in eine Entziehungsanstalt einzuweisen, auf Nachfrage des Richters für mindestens zwei Jahre. Was den Mann nun tatsächlich erwartet, soll der kommende Verhandlungstag ergeben. Der ist für Montag. 17. August, ab 9 Uhr terminiert.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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