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Hechingen Barth setzt einen "großen Akzent"

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Freudige Gesichter beim Richtfest (von links): Peter-Johannes Barth (Geschäftsführer), Manuel Scheu (Niederlassungsleiter und Prokurist), Uwe Schempp (Geschäftsführer), Bürgermeister Philipp Hahn, Jörg Steiner (Baufirma Ten Brinke), Berthold Barth (Geschäftsführer) und Rolf Mühleisen (Planungsbüro).Foto: Renner Foto: Renner

Von Jürgen Renner

Die Burladinger Barth Logistikgruppe baut auf dem Hechinger Nasswasen. Ein dreiviertel Jahr nach dem Spatenstich konnte jetzt das Richtfest gefeiert werden. Noch in diesem Jahr ist mit der Fertigstellung zu rechnen.

Hechingen. "Mit großer Freude und Euphorie feiern das Richtfest", erklärte Berthold Barth, einer von Geschäftsführern, eingangs. Und blickt zurück auf die Vergangenheit .

Im ersten Step entsteht derzeit eine 6000 Quadratmeter große Speditionsumschlaghalle auf dem 50 000 Quadratmeter fassenden Areal. Neben diversen Büros wird es auch Sozial- und Aufenthaltsräume sowie eine Küche geben. Dadurch sei "Coffice" möglich. "Office und dabei einen Cafe genießen", wie Barth erläuterte. Auch Besprechungsräume dürfen nicht fehlen. Auch wenn Mikrofon und Video in Corona-Zeiten inzwischen Alltag seien, fehle die persönliche Begegnung und das Miteinander. Außerdem wird auch noch eine Tankstelle und Waschanlage entstehen.

Ein Regenrückhaltebecken wird eingerichtet. Barth meinte dazu im Spaß, dass vorbeifahrende Radler sich kurz erfrischen könnten. "Böse Zungen behaupten, das Oberflächenwasser so sauber sein wird, dass man nicht weiß, ob der Eckenbach da mithalten kann." Die Zeit zwischen Spatenstich und Richtfest sei "rasend schnell" vorbeigegangen. Es sei emsig gearbeitet worden, um zum Jahresende einziehen zu können, brauche es weiterhin Fleiß und Präzision. Er wünschte den Handwerkern "Gut Glück und weiter forschen Fortschritt."

Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn betonte, dass Barth einen "großen Akzent" setze. Eine solche Ansiedlung sei für eine Kommune immer ein freudiges Ereignis. Deutschland sei ein Exportland und werde es auch immer bleiben, wobei 70 Prozent des Güterverkehrs über die Straße abgewickelt werde. "Die LKW’s können bald über den schnellsten Weg über die B27 rollen und das Killertal wird dadurch entlastet." Deshalb habe er sich dafür auch eingesetzt.

Ware wird nur noch zweimal angefasst

In dieselbe Kerbe schlug Geschäftsführer Uwe Schempp. "Wir treten damit aus dem Verkehrsschatten Burladingens heraus." Auf dem Weg von Burladingen nach Hechingen sei sich beim ihm Vorfreude aufgekommen. Er werde zwar in Burladingen bleiben, was er schade finde. "Aber ich hoffe, dass für mich vielleicht doch ein Plätzchen frei ist."

Die Logistikbranche sei nicht einfach, weil immer mehr eine Konzentration zu spüren sei. "Wir haben uns deshalb schon lange mit den Gedanken auseinandergesetzt, verkehrsgünstig ein neues Logistikzentrum zu bauen", blickt Schempp zurück. Schon 1996 sei es am aktuellen Produktions- und Umschlagsstandort schon eng zugegangen. Der Riesenvorteil an Hechingen – auch Empfingen wurde anfangs in Erwägung gezogen – sei, dass die Ware nur noch zweimal (und nicht mangels Platz achtmal) angefasst werden müsse. Die Effizienz sei bisher gleich Null, ganz zu schweigen von der Arbeitssicherheit, die Schempp sogar als "eine Katastrophe" bezeichnete.

Das Gebäude sei bereits das Ergebnis einer tollen Planung und Umsetzung, die alle Wünsche offenlasse. "Wir werden schneller beim Kunden sein", sprach Schempp die Just-in-Time-Erfordernis an. Erwähnenswert war ihm auch die zweifache Breitbandanbindung durch die Stadt und Telekom. "Ein ausfallsicheres Datenkonzept", so Schempp. Und: Es werde auch eine eigene Trafostation eingerichtet, sodass Elektro-LKW’s dort Strom anzapfen können. "Das ist ein Vorgriff auf eine grüne und nachhaltige Transportlogistik." Damit werde die Dekade der Zukunft eingeläutet.

Beim anschließenden Rundgang erklärte Berthold Barth das Wärme- und Kühlsystem an der Decke und die ökologische Bauweise. "Wir können uns entwickeln, denn wir haben genügend Fläche", ging er auf die Erweiterungsoptionen ein. In einem weiteren Bauabschnitt werden 16 Meter hohe Hochregallager gebaut.

Barth wird an diesem Standort 150 bis 160 Mitarbeiter beschäftigen. Der Stammsitz in Burladingen wird beibehalten. Dort verbleiben etwa 60 bis 80 Mitarbeiter in der Management- und Verwaltungszentrale sowie der Lkw-Werkstatt.

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