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Hechingen Auch die Boller Krippenschau muss dieses Jahr ausfallen

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Jakob Ruhl aus Boll in Aktion als Krippenführer. Unter anderem auch wegen Corona muss die Aktion in diesem Jahr aber ausfallen. Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Hechingen-Boll. Es war sicher immer nur eine kleine Veranstaltung zu Weihnachten, aber dass nun auch die Krippenausstellung von Jakob Ruhl in Boll dem Corona-Lockdown zum Opfer fällt, das ist schon wirklich schade.

Seit zehn Jahren hat der Boller in seinem Gartenglashäuschen eine große Krippe aufgebaut, mit urigen Wurzeln, gesammeltem Moos, vielen selbst gebauten Häuschen und Ställen und fast zahllosen Krippenfiguren Szenerien geschaffen, die Gäste von weither anlockten.

Die kamen aber nicht nur, weil es hier was wirklich herzerwärmendes zu sehen gab, die kamen auch wegen Jakob Ruhl selbst, der zwei Monate lang nicht müde wurde, seine Krippe zu erklären und mit den Gästen eine schöne Zeit zu haben. Da gab es gern auch mal ein Schnäpsle, da stimmten Chöre beim Vereinsausflug Lieder an, und wenn es passte, blieb man anschließend noch zum Vesper. Dass Jakobs Ehefrau Annerose im Hintergrund eine tragende Rolle spielte, sollte hier nicht vergessen werden.

Gut, mit manchen Besuchern war es auch mal zäh, manchmal war er auch einfach mal müde. Anmerken aber ließ er sich das nie, denn eines motivierte ihn immer bis in die Haarspitzen: Die Gäste gaben gern Spenden in sein aufgestelltes Kässlein, und den stets deutlich vierstelligen Betrag brachte er dann immer zum Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen. Das Gefühl, auf diese Art für Kinder und ihre Familien in einer so bedrückenden Notlage etwas Unterstützung geben zu können, das machte nicht nur Jakob und Annerose Ruhl im Herzen froh, auch die Gäste wurden von seinem Enthusiasmus regelmäßig angesteckt. Und die Klinik freute sich über diesen treuen Spender.

In diesem Jahr aber fällt die Scheckübergabe wohl aus. Allerdings ist nicht alleine Corona dafür verantwortlich. Knie und Hüfte hatten ihm schon lange Schmerzen bereitet, nun hat er sich operieren lassen. Und was man bisher sagen kann, "mir tut einfach nichts mehr weh", freut sich der Krippenbauer.

Eine Operation steht aber demnächst noch an, "und ich hett gar nicht gwisst, wie ich das mit der Krippe hätt machen sollen", sagt er. Nun kann er sich in Ruhe erholen. Und eines steht für ihn auf jeden Fall fest: Nächstes Jahr baut er seine Krippe wieder auf, wenn das nur irgendwie möglich ist. Und der Förderverein für die Kinderkrebsklinik? "Schön wäre halt, wenn die Leute da jetzt selber was spenden könnten", sagt er. Die Kontaktdaten findet man leicht im Internet. Für ihn wäre das Eine Beruhigung, denn "die Kinder könnet das wirklich brauchen", versichert er.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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