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Hechingen Archäologen: "Hinweise auf Fachwerk"

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Ein Großteil der Grabungsstätte ist schon wieder zugeschüttet. Doch die archäologischen Untersuchungen sollen noch eine Weile andauern – bald auch in der Kaufhausstraße. Foto: Huger Foto: Schwarzwälder Bote

Einige Erkenntnisse haben die archäologischen Grabungen schon ergeben. Dennoch werden sie wohl noch einige Wochen andauern. Immerhin werden nun ein paar Details zu den Funden genannt.

Hechingen

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Hechingen. Sie graben und graben: In der Rabengasse ist das Gelände der ehemaligen Brandruine seit Monaten eingezäunt. Fleißig gehen dort die Archäologen ihrem Handwerk nach. Nun gibt es neue Details zum Mauerwerk, das dort freigesetzt wurde.

Die genaue Datierung des Gebäudes ist zwar laut Regierungspräsidium noch abzuwarten, aber die Mauern gehören höchstwahrscheinlich zu einem Gebäude, dass aus der Zeit vor dem Stadtbrand 1723 stammt. Die Archäologen haben Hinweise auf "eine leichte Fachwerk-Konstruktion" gefunden. Die Mauern reichen bis unter die heutige Straße.

"In diesem Fall haben wir es mit einem relativ einfach konstruierten Gebäude zu tun", sagt Sonja Hettich, Pressesprecherin des Regierungspräsidiums. Bei größeren spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Häusern seien die Fundamentmauern meist stärker. Die Bauart der auf der Rabengasse entdeckten Mauer sei dagegen sehr einfach.

"Die Mauern bestehen zwar aus gut bearbeiteten und sorgfältig zusammengelegten und mit Mörtel gebundenen Steinen, sind aber sehr schmal", so Hettich. Keine eindeutigen Spuren gebe es darauf, ob es sich um ein Wohngebäude, eine Werkstatt oder etwa einen Lagerraum handelt.

Man wartet noch auf Antwort der Behörden

Auch in der Kaufhausstraße soll bald gegraben werden. Dort laufen die Vorbereitungen, wobei zunächst wichtige Strom- und Wasserleitungen gesichert und umgelegt werden. Das Areal muss auch aus statischen Gründen für den Neubau gesichert werden. Erst danach sind weitere archäologische Untersuchungen möglich. Die Grabungen werden laut Sonja Hettich voraussichtlich noch einige Wochen dauern.

Bis es zum Abriss des Gebäudes am Marktplatz 3 kommt, könnte es allerdings noch eine Weile dauern. Denn zuvor muss die EJL – bekanntlich Planer des Bauvorhabens in der Rabengasse und der Kaufhausstraße – Eigentümer des Gebäudes sein. Dafür fehlt noch die Baugenehmigung. Man wartet noch auf die Antwort einiger Fachbehörden.

Die Datierung der archäologischen Funde erfolgt in der Regel aufgrund des dazugehörigen Keramikmaterials. Je differenzierter die Auswahl an spezifisch gestalteten und verzierten Keramikfragmenten ist, desto genauer zeigt sich die Entstehungs- beziehungsweise Nutzungs- oder Zerstörungszeit eines Befundes. Oft kann man so das Alter der entdeckten Siedlungsstrukturen mit einer Genauigkeit von wenigen Jahrzehnten bestimmen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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