An der Schliengener Hebelschule hat sich seit Schuljahresbeginn einiges getan.
Seit September ist das Schulleiterteam dreiköpfig – es besteht aus Schulleiter Andreas Schlageter, seinem Stellvertreter Peter Tanner und der neuen zweiten stellvertretenden Schulleiterin Christine Aniol. Die Pädagogin ist seit langem auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule zuständig.
Grund für die neue Stelle sind die kräftig gestiegenen Schülerzahlen, hieß es beim Pressegespräch. Im Schuljahr 2012/2013 nahm die Hebelschule mit damals 140 Schülern als eine von 34 Starterschulen des Landes Baden-Württemberg den Gemeinschaftsschulbetrieb auf. Jetzt, im laufenden Schuljahr, hat sich die Schülerzahl mit 402 Schülern knapp verdreifacht. Mittlerweile ist man in allen Klassen dreizügig unterwegs, außer in der Klassenstufe zehn.
Ablehnung aus Platzmangel
Ein Drittel erwerbe nach der neunten Klasse den Hauptschulabschluss, rund zwei Drittel der Schüler den Realschulabschluss, berichtete Schlageter, daher brauche es nur zwei zehnte Klassen. Die Anschlussfähigkeit – also der Wechsel der Schulabgänger in eine Ausbildung oder zu weiterführenden Schulen funktioniere sehr gut. Schlageter führt das auch die wichtigen Bausteine Berufsorientierung und Berufsmessen zurück.
Erstmals, sagte Aniol, mussten 14 Schüler aus Platzmangel abgelehnt werden – wobei alle Geschwisterkinder und alle angemeldeten Schüler aus der Gesamtgemeinde Schliengen aufgenommen werden konnten. Insgesamt kämen auch immer mehr Schüler aus den Schlienger Ortsteilen, freut sich Konrektor Tanner, rund die Hälfte der Grundschüler sei nach Abschluss der vierten Klasse an der Hebelschule angemeldet worden. Bei so vielen Schülern ergebe es Sinn, dass es seit Schuljahresbeginn gleich zwei Schulsozialarbeiter gibt.
Pädagogen benötigen mehr Platz
Die Kehrseite der Medaille: Die mittlerweile 60 Pädagogen an der Gemeinschaftsschule bräuchten mehr Platz, stellt Schlageter fest, auch Rückzugsräume für vertrauliche Gespräche seien knapp geworden. Potenzial gäbe es dafür mit einem 70 Quadratmeter großen Raum, den die Musikschule Markgräflerland für ihre Verwaltungsmitarbeiter nutze.
Und da auch die Musikschule wachse, sei sie derzeit auf der Suche nach größeren Räumen für ihre Verwaltungskräfte. Er, sagte Schlageter, sei dafür, schon mal Geld in den Schliengener Gemeindehaushalt einzustellen, um in die Planungsphase gehen zu können.
So wie es aussieht, ist die Musikschule bereits fündig geworden. Wie Musikschulleiter Fabian Grabert auf Anfrage sagt, werde die Verwaltung voraussichtlich Ende 2026 in Bad Bellingens Kurmittelhaus umziehen. Derzeit sei dort wegen der Umbauarbeiten im Rathaus noch Bad Bellingens Gemeindeverwaltung untergebracht.
Lösung zeichnet sich ab
Geplant sei des Weiteren, im Kurmittelhaus ein Kulturzentrum für Kinder und Jugendliche einzurichten. Die Musikschulkurse in der Hebelschule werden weiterhin in der Schule stattfinden.
Nicht nur an der Hebelschule wird mittlerweile eine große Schülerzahl unterrichtet. Auch in den drei Grundschulen-Außenstellen in Liel, Niedereggenen und Mauchen gibt es mittlerweile jede Klassenstufe von der ersten bis zur vierten Klasse, mit 20 bis 25 Kindern pro Schulklasse. Die Erweiterungen in Liel und Niedereggenen sind abgeschlossen. Die Erweiterungsarbeiten in Mauchen beginnen im Frühjahr, freut sich Schlageter auf ein absehbares Ende von zehn Jahren Container-Provisorium.