Jürgen Thun (von links), Dirk Schrank und Michael Strauf mit ihren Alphörnern Foto: Wolfgang Grether

Die Menschen in Hausen freuten sich auf das Jahreskonzert der Hebelmusik mit Alpenfeeling und füllten die Festhalle bis auf den letzten Platz.

Mit dabei Bürgermeister und Präsident des Vereins Philipp Lotter und der ehemalige Bürgermeister Martin Bühler, begleitet von seiner Ehefrau.

 

Sandra Boos, Vorsitzende des Vereins, versprach einen Abend mit Alpenfeeling. Unter der Überschrift „Die Alpen“ ließ Dirigent Maximilian Alpenländisches auflegen.

Jugendorchester

Davon ausnehmen lassen durfte sich nur das Jugendorchester. Die Jugendlichen wagten sich an The Sward of Kings, Rockin’ Bach und Baby Elephant Walk. Taktgefühl, zu beobachtendes Mitzählen der Notenwerte, dazu viel Selbstvertrauen bei der Ansage, all das strahlte bei den Jugendlichen Liebe zur Musik und Freude beim Auftritt aus. Das Wagnis hat sich gelohnt: Viel Applaus dankte. Mit der Rockversion einer Komposition von Johann Sebastian Bach bewies der Musiknachwuchs aus Hausen, wie Musik verbindet: Generationen und Musikrichtungen treten in den Hintergrund, was zählt, ist die Empathie für Melodien und Takt.

Alpina Fanfare, als Auftakt für das Alpenkonzert gewählt, führte die Gäste über Trompeten und Hörnern mächtig in den Abend. Sanft der Nachhall, galoppierend die Interpretation im Mittelteil.

Mystisch die Alpina Saga mit Klarinetten, die beruhigen und fordernden Hörnern.

Niemand kann die Alpen so sympathisch vertreten wie Heidi und Peter, im gleichnamigen Stück von

Mario Bürk ist die Geschichte des vielleicht berühmtesten Mädchens aus der Bergwelt abgebildet. Die Zeit beim Alphöi, die Zuneigung zum Geisenpeter, schwere Sehnsuchtstage in Frankfurt und die glückliche Rückkehr zu Wiesen und Weiden. All das ließen Töne mit quirligen Klarinetten, brausenden Tenorhörnern, lieblichen Querflöten und energischen Trompeten nachempfinden.

Langsam setzt sich der Glacier Express in Bewegung und so begann der Einstieg zum gleichnamigen Stück von Larry Neeck. Ein schnaubender Schornstein und sanftes Zuggleiten, all das zauberten Musikerinnen und Musiker aus Hausen in die Festhalle.

Alphornklänge

Dirk Schrank, Jürgen Thun und Michael Straub ragten mit ihren Alphörnern bis in das Publikum. Das Solo für Alphörnern wurde zur gekonnten Vorstellung des ehemaligen Hirteninstrumentes, das aus der Musikkultur der Bergwelt nicht wegzudenken ist.

Egal ob mit dem Zug berteist oder mit dem Flieger überquert: Das Alpenpanorama ist etwas Besonderes und als Flieger manchmal gleitend wie Klarinettenklang oder wendig wie Trompetentöne. Dirigent Maximilian Schaffrina hat es verstanden, diese Stimmungen im Musikstück durch die Vereinsmitglieder aufzunehmen und weiterzugeben.

Rock, Pop und Volksmusik verbindet Andreas Gabalier zum Erfolg mit Musik. Die Stücke des Sängers verarbeitete und verband der Verein im Stück, das zum leisen Mitsingen animierte. Zugaben forderte das Publikum von den Alphornbläsern und am Schluss des Konzertes gleich mehrmals. S.Berner Oberland ist schön in Rockin Oberland und der Arosa Marsch besser kann man eigentlich nicht wählen, wenn es darum geht, Alpenflair musikalisch abzubilden.

Ehrungen

Vereine können nur mit und über treue Mitglieder bestehen, die sich beispielhaft bei der Hebelmusik in Hausen als Musikerinnen und Musiker, aber auch als Teil der Organisation in der Vorstandschaft einbringen. Wieder einmal eindrücklich zu sehen bei den Ehrungen durch Ursula Meyer Beauftragte des Alemannischen Musikverbandes beim Jahreskonzert der Hebelmusik in Hausen.

Die Ehrungen bei der Hebelmusik überreichte (von links) Ursula Meyer, Ehrungsbeauftragte des Alemannischen Musikverbands, an Sandra Boos, Tanja Grässlin, Rolf Brutschin, Roland Gessner, Silke Zimmermann. Foto: Wolfgang Grether

Tanja Gräßlin, die zweite Vorsitzende des Vereins, ist dafür ein Beweis. Sie erhielt zusammen mit Silke Zimmermann die Silbernadel des Alemannischen Musikverbandes.

Roland Gessner ist seit 50 Jahren dabei. Er ist aus dem Vorstand mit gleich mehreren Ämtern, die er inne hatte, nicht wegzudenken. Mit der Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände würdigte Ursula Meyer seine Verdienste. Wer 60 Jahre dabei ist wie Rolf Brutschin erhält eine besondere Ehrung: Die Große Goldene Ehrennadel mit Diamanten zeigt die Beachtung, die Rolf Brutschin verdient.