Sie trugen das Hebelgedicht „Marktweiber in der Stadt“ vor (von links): Margot Hug, Julia Pohl, Anita Schweiger, Franziska Grässlin und Marietta Metzger. Foto: Klaus Brust

„Hebelfeschtli“ beim Hausener Altennachmittag begeisterte die Senioren und Kinder. Der Kindergarten „Leuchtturm“ und Heidi Zöllner gestalteten das Programm.

Traditionell beendet das „Hebelfeschtli“ die Feierlichkeiten der Gemeinde zu Johann Peter Hebels Geburtstag am 10. Mai, immer am Donnerstag nach dem Hebelfest. Helga Kundlacz beschwor den „Hebelgeist“ mit einem Gedicht von Lina Grauer und wünschte allen Besuchern weiterhin einen „frohen Muet“. Ein besonderes Willkommen galt den Freunden aus Gersbach mit Inge Schmidt, die ins Hebeldorf zum Altennachmittag gekommen waren.

 

Nach Kaffee und Kuchen gehörte die Bühne im katholischen Pfarrheim den in Tracht erschienenen „Hansele und Vrenele“ vom Kindergarten „Leuchtturm“ mit ihrem Leiter Oleg Stavnicuk und seinen Erzieherinnen. Schnell gewannen die Kinder die Herzen der Omas und Opas mit alemannischen Liedern, gesungen vom Kinderchor, wie ,“Isch des en schöne Dag“ oder „I bin e Dorfkind“. Mit Schwung und Elan wurden Tänze aufgeführt, darunter „Frühlingserwachen“ und der größte Hit, ein „Ramba-Zamba“. Nette alemannische Gedichte rundeten das Programm ab. Sichtlich stolz waren die kleinen Akteure auf den langanhaltenden Beifall.

Gespannt waren alle auf die Vorträge der Hebelplakettenträgerin und Vorsitzende der Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesetal und Werbeikone für die alemannische Mundart Heidi Zöllner. Vom „Rhii“ entlang ging es nach Zell in ihre „neui Heimet“. „Isch Gartearbeit wirklich gsund?“ fragte sie und schilderte anschaulich den Vorteil von eigenem Obst und Geemüse. Viele „glatti“ Sachen, Witze, erlebte Geschichten hatte Heidi Zöllner in ihrem Repertoire und erntete großen Applaus über das „Müesli im Rotwii“, die ungeschickten Männer oder einem Brief an die Frau in der Kur.

Natürlich erklangen auch alemannische Lieder vom Publikum, erfuhren die Geburtstagskinder der Monate April und Mai ihre Ehrung und wurde zum Abschluss die begehrte heiße „Hebelwurscht“ aufgetischt. Insgesamt ein unterhaltsamer Altennachmittag, der in der Erinnerung bleiben dürfte.